Koblenzer schwört dem Gedankengut vor Gericht ab - Wegen Steuerhinterziehung kassiert er eine Freiheitsstrafe
Koblenzer schwört dem Gedankengut vor Gericht ab: „Reichsbürger“ will er nicht mehr sein
Mit verdecktem Gesicht und Handschellen erscheint der Koblenzer (51) vor Gericht, der bisher zur Reichsbürgerszene gezählt wurde. Er kam in U-Haft, weil er zum ersten Prozess nicht erschien und im September bei einem Spezialeinsatz festgenommen werden musste. Foto: Reinhard Kallenbach
Reinhard Kallenb

Rheinland-Pfalz. Vor dem Amtsgericht gibt sich der Koblenzer, der eigentlich dafür bekannt ist, als „Reichsbürger“ den deutschen Staat, seine Gesetze und Institutionen vehement abzulehnen, plötzlich ganz kleinlaut. Er gesteht seine Steuerhinterziehung und beteuert, der „Reichsbürgerszene“ abgeschworen zu haben. Denn in der Untersuchungshaft „hatte ich viel Zeit zum Nachdenken“, sagt der in Handschellen vorgeführte 51-Jährige leise.

Das Geständnis und der für die Richterin Nadja Straub nicht widerlegbare Sinneswandel hilft ihm bedingt: Er wird zu einem Jahr ohne Bewährung verurteilt, weil er seit 2012 über Jahre etwa 80.000 Euro an Steuern dem Staat schuldig geblieben ist – eine Summe, die er nun in Raten abstottern will, wie er verspricht.

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