Viele Vermieter haben für den Fall einer längerfristigen Anmietung durch Helfer oder Flutopfer Rabatte angeboten, und die Tourismusregionen haben angekündigt, auf etwaige Provisionen zu verzichten. „Die Hilfsbereitschaft gegenüber den Menschen an der Ahr ist bewegend. Auch die vielen Unternehmen der Tourismusbranche wollen den Flutopfern in dieser schwierigen Zeit beistehen“, sagt Landeswirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP), deren Ministerium das Buchungsportal in Auftrag gegeben hat. Heute wird die Plattform freigeschaltet.
Für potenzielle Vermieter ist es über das bereits etablierte Buchungssystem Deskline möglich, freie Zimmer für Flutopfer bereitzustellen. „Betriebe, die helfen möchten, sind aufgerufen, ein Kontingent freizuschalten, um auf dem neuen Vermittlungsportal aufgeführt zu werden“, sagt Stefan Zindler, Geschäftsführer der RPT.
So wichtig und notwendig ein solches Angebot auch ist, für Nicole Steingaß (SPD), Staatssekretärin im Innenministerium und Landesbeauftragte für den Wiederaufbau, ist klar: „Wo es möglich ist, sollen die Menschen im Flutgebiet den Winter in ihren Häusern und Wohnungen verbringen können.“ Es bleibe oberstes Ziel der Landesregierung, „dass die Menschen möglichst schnell in ihre Heimat zurückkehren können“, sagt auch Ministerin Schmitt. Die Energieversorger seien deshalb gefordert, für möglichst viele Gebäude die Gasversorgung wiederherzustellen. Klar sei aber auch, dass das nicht überall funktionieren werde, ist Steingaß realistisch. Für diese Fälle könne das Portal eine Möglichkeit sein.
hoh
Das Portal ist ab Montag unter www.ahrtal.de/flut-hilfe/unterkuenfte zu finden.