Pflegefamilien für vernachlässigte Kinder und Jugendliche werden im Rhein-Hunsrück-Kreis ganz dringend gesucht
Ein Rucksack voll mit seelischem Proviant
Susanne und Horst Weyrich (2. und 3. von links) sind seit 14 Jahren Pflegeeltern. Die Mitarbeiter der Lebensberatung Simmern, Beate Dahmen (links) und Rainer Liesenfeld (rechts), sowie Andrea Stauch vom Jugendamt suchen dringend noch weitere Pflegefamilien. Foto: Silke Bauer
Silke Bauer

Rhein-Hunsrück-Kreis. Susanne und Horst Weyrich haben 40 Kinder großgezogen. Was erst mal seltsam klingt, ist ganz einfach zu erklären: Die Eltern zweier mittlerweile erwachsener Töchter nehmen seit 14 Jahren immer wieder Kinder und Jugendliche bei sich auf, die das Jugendamt aus zerrütteten oder gewalttätigen Familien herausgeholt hat, und begleiten sie ein Stück auf ihrem Lebensweg. Die Weyrichs sind eine von rund 60 Pflegefamilien im Rhein-Hunsrück-Kreis. Doch das sind leider viel zu wenige, sagen Beate Dahmen und Rainer Liesenfeld von der Lebensberatung Simmern. Im Auftrag des Jugendamts sucht die Lebensberatung seit zehn Jahren Pflegefamilien und bildet diese aus. Eigentlich sollte dieser Tage wieder ein Kurs starten. Doch es fanden sich nicht genügend Teilnehmer.

Immer weniger Pflegefamilien

Seit rund fünf Jahren ist die Zahl der Pflegefamilien im Rhein-Hunsrück-Kreis stark gesunken, bedauert Liesenfeld. Gründe dafür seien etwa kleinere Wohnungen oder die Tatsache, dass Eltern nach der Geburt eines Kindes nicht mehr jahrelang zu Hause bleiben, sondern schneller wieder in den Job einsteigen.

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