Einige Häuser bereiten Ortsbürgermeister Herbert Thönnes Kopfzerbrechen - wie dieses: Es gehört einer Erbengemeinschaft, deren Mitglieder aber nicht mehr zu erreichen sind. Seit Jahren steht das Gebäude leer, zum Glück ist das Anwesen noch nicht baufällig.
Thomas Brost
Wirfus. Vor 179 Jahren hatte Wirfus noch ziemlich viele Einwohner: 349 Köpfe zählte das Eifeldorf damals. Seither ist die Einwohnerzahl rückläufig, 2011 wurde mit 191 Bürgern der Tiefststand erreicht. Jetzt geht es leicht aufwärts, aktuell sind es 202 Einwohner - für Ortsbürgermeister Herbert Thönnes (seit 2009) dennoch ein Signal, um sich um das Dorf zu sorgen. "Die Zukunft liegt in der Jugend. Wenn diese unsere Dorf liebt, muss es das Ziel sein, dass alle jungen Wirfuser zurückkommen", sagt Thönnes voller Zuversicht. Der Ortschef will mithilfe der Verbandsgemeinde Cochem ein Dorfentwicklungskonzept erarbeiten.
Von unserem Redakteur Thomas Brost
Vor einer detaillierten Straßen- und Hauskarte breitet Gisbert Czaykowski, ehrenamtlicher Mitarbeiter der VG, seine Analyse aus: In Wirfus gibt es zwar nur sieben Leerstände, aber rot markiert sind die Häuser, in denen alleinstehende über 80-Jährige wohnen, sieben an der Zahl.