Ausweichmanöver schlägt fehlt
Niederländer kracht bei Bosenheim in Ampelanlage
Was der Vater wusste und welche Pläne sein Sohn verfolgte - ob gar ein rechtsmotivierter Anschlag geplant war, wird nun ermittelt.
Robert Michael/dpa

Weil er auf dem B428 bei Bosenheim einem Auffahrunfall entgehen wollte, versuche ein Autofahrer am Sonntagnachmittag nach rechts auszuweichen, leider stellte sich ihm dort eine Ampelanlage in den Weg. Es krachte.

Am Sonntagmittag ist es auf der B428 auf Höhe der Einmündung Rheinhessenstraße (Bad Kreuznach, Stadtteil Bosenheim) zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem mehrere Autos sowie die Ampelanlage beschädigt worden sind. Polizisten mussten den Verkehr regeln, weil die Ampel nicht mehr funktionierte.

Eine Kolonne aus mehreren Fahrzeugen befuhr die B428 von Hackenheim kommend in Fahrtrichtung Bad Kreuznach. Als sich die Fahrzeugkolonne der Einmündung näherte, wechselte die dortige Lichtzeichenanlage von Grün auf Gelb. Daraufhin bremste der vorausfahrende Verkehrsteilnehmer ab. Der dahinter fahrende 78-jährige niederländische Fahrzeugführer realisierte dies zu spät.

„Um einen Unfall mit dem vor ihm abbremsenden Pkw zu verhindern, scherte dieser nach rechts aus und fuhr hierdurch gegen den Ampelmast. Die übrigen Verkehrsteilnehmer halfen dem Unfallverursacher anschließend aus seinem Fahrzeug. Die Funktion der Lichtzeichenanlage war nach dem Unfall eingeschränkt“, heißt es in einer Polizeimeldung.

Weiter heißt es darin: „Der Unfallverursacher blieb augenscheinlich unverletzt, wurde aber zur weiteren Abklärung in ein städtisches Krankenhaus verbracht. An dem verunfallten BMW dürfte wirtschaftlicher Totalschaden (im hohen vierstelligen Bereich) entstanden sein. Zwecks Fahrbahnreinigung, aber auch für die Abschaltung der Lichtzeichenanlage, wurde die Straßenmeisterei kontaktiert. Bis zum Eintreffen dieser wurde der Verkehr durch die Polizisten geregelt.“

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