Mit ein wenig Verspätung, die allerdings bestens vom Duo Schorsch und Bianca überbrückt wurde, zog der Elferrat am Sonntagabend, angeführt von Sitzungspräsident Erik Stemmler, Lichtschwerter schwingend zur Prunksitzung des TuS Hoppstädten in die geschmückte, ausverkaufte Hoppstädter Narrhalla ein. Getreu des Mottos der diesjährigen Session „Schneller als der Schall, mit dem TuS ins All“ nahmen die Bambinis der Dance Company das Publikum schon gleich zu Anfang mit auf eine Reise zum Mond. Das Ensemble, bestehend aus vielen kleinen Tänzerinnen und Tänzern, konnte sich so die erste, wohlverdiente und auch modifizierte Rakete des Abends sichern.
Ein „professioneller“ Babysitter und Überlebenstipps für die Wildnis
Norbert Engel ist kein Unbekannter in der Hoppstädter Bütt und auch in diesem Jahr waren ihm etliche Lacher gewiss, denn er erzählte humorvoll aus seinem bewegten Leben als professioneller Babysitter, der sich natürlich auch exklusiv um die alleinerziehenden Mütter kümmere und nicht davor zurückschrecke, die Flaschenmilch mit Wodka zu strecken.

Daraufhin ging es mit Major Tom, live intoniert vom Goldkehlchen Claudia Conrad, die vom mitsingenden Narrenrund bestens unterstützt wurde, völlig losgelöst ins All. Das Angebot einer guten Massage gibt es in Hoppstädten nicht und so haben Patzy Glöckner und Nicole Baatz die Marktlücke genutzt und sich selbstständig gemacht. Dass private Ehedramen aggressiv machen, und nicht selten auf dem Rücken Unbeteiligter ausgetragen werden, musste der wehrlose Kunde Herr Havanna leider am eigenen, ausdefinierten Leib erfahren. Die beiden in Hoppstädten altbekannten Aktiven – Patzy Glöckner feierte in diesem Jahr ihr 40. Bühnenjubiläum – sorgten einmal mehr für Schenkelklopfer.
Wie man in der Wildnis zurechtkommt und letztendlich noch einen echten Schatz findet, brachten die Juniors der Dance Company den Narren und Narrhallesen tänzerisch, sogar akrobatisch, mit ihrem Tanz Camp Juniors näher. Das Publikum belohnte auch diese Darbietung mit tosendem Applaus. Als Mitglied der Men in Black stand Manuel Weber, Ortsbürgermeister von Hoppstädten-Weiersbach, hierauf in der Bütt und hob einmal mehr den Zeigefinger, während er das Dorfgeschehen im letzten Jahr humoristisch Revue passieren ließ. Er sorgte nicht nur für Lacher, sondern auch für allgemeine Zustimmung, als er die Kraterlandschaft, die sich Saarstraße schimpfe, nicht für außer-, sondern unterirdisch befand.

Kaum konnte sich Hoppstädten wieder mit einem Geldinstitut schmücken, wurde die TuS-Bank auch schon Opfer eines Banküberfalls. Norbert Engel als unbeholfener Bankräuber und Peter Schmidt in seiner Rolle als stoischer Bankangestellter lieferten eine komödiantische Vorstellung par excellence. Alleine auf der Bühne zu stehen, ist immer schwer. Alleine als Tanzmariechen ist es noch ein wenig schwerer, doch Nila Flammann konnte das Publikum mit ihrer flotten, artistischen Darbietung in ihren Bann ziehen und sorgte für überschwänglichen Applaus.
Zum großen Finale kamen noch mal alle Akteure auf die Bühne
Gar nicht mehr von der TuS-Bühne wegzudenken ist die Sketchtruppe „Die glorreichen Sieben“. In diesem Jahr sorgten sie für närrische Begeisterung mit einem spaßigen und auch live-gesanglich untermalten Sketch über einen, teilweise zickigen, Mädelsabend im Gasthaus Staab, bei dem der Wirt als Stargast natürlich auch nicht fehlen durfte. Dass Klein Laubi die seltsamsten Sachen erlebt, weiß das Publikum mittlerweile, doch dieses Mal konnte er noch eins drauf setzen, denn er ist einem waschechten Außerirdischen begegnet. Diesem erklärte er mit Unterstützung der TuS Fußballer mittels Stimmungsliedern die Jahreszeiten. So tummelten sich Oster- und Skihasen, Fitnesswütige und letztlich auch Mariah Carey auf der Bühne und versetzten das Publikum in Hochstimmung.








Nach einer solchen Darbietung noch einmal die Aufmerksamkeit als Redner auf sich zu ziehen, ist schwer, aber nicht unmöglich. Claudia Conrad hat Erfahrung damit, den letzten Vortrag des Abends zu halten und ließ in der Bütt richtig die Sau raus. Sie erzählte aus ihrem bewegten Leben und dass ihr persönlicher Stern der Mond sei, denn sie sei nicht nur manchmal voll, sondern auch ziemlich rund. Schließlich wurde es Zeit für die älteste Tanzgruppe des TuS Hoppstädten, die „Oldstars“, die ihre alten Knochen für eine wilde Tanzdarbietung über einen Flug ins Weltall knacken ließen und damit die Narrenschar in der Hoppstädter Narrhalla euphorisch von ihren Stühlen riss. Schließlich kamen alle diesjährigen Akteure zum großen Finale auf die Bühne und setzten mit der TuS-Fastnachtshymne den Schlusspunkt. „Ein kurzweiliges Programm bei einer durchweg gelungenen Veranstaltung“, bewerten die Veranstalter den Abend, der auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg gewesen sei.