Das bedeutet einen leichten Rückgang der Unfallzahlen im Vergleich zum Jahr 2023 um 2 %. Im Folgenden werden die allgemeine Verkehrsunfallentwicklung, die Entwicklung der einzelnen Risikogruppen, insbesondere nach Alter und Art der Verkehrsbeteiligung, sowie die Hauptunfallursachen genauer betrachtet.
Die Gesamtzahl der verunglückten Personen sank weiter um 2,7 % und liegt damit selbst unterhalb des coronabedingten Mittels der letzten fünf Jahre. Insgesamt ist ein Rückgang der Schwerverletzten um 11,1 % zu verzeichnen. Die Anzahl der Getöteten verringerte sich um ganze 25,8 % von 31 Personen im Jahr 2023 auf 23 Menschen im Jahr 2024. Im vergangenen Jahr wurden 2.334 Personen leicht und 489 Personen schwer verletzt. Wie bereits im Vorjahr entfernte sich etwa jeder sechste Unfallverursacher unerlaubt vom Unfallort. Etwa 44 % der Flüchtigen konnten ermittelt werden.
Es ist ein leichter Anstieg der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern (plus 1,6 %) sowie der dabei verunglückten Kinder (plus 3,6 %) festzustellen. Von insgesamt 199 verunglückten Kindern wurden 166 leicht und 33 schwer verletzt. Glücklicherweise wurde im Jahr 2024 kein Kind bei einem Verkehrsunfall getötet. Unter Beteiligung der Risikogruppe der Jungen Fahrenden zwischen 18 und 24 Jahren kam es 2024 zu insgesamt 4.634 Verkehrsunfällen (minus 2,8 %). In knapp 73 % waren Junge Fahrende auch die Hauptverursacher der Unfälle. Beide Werte liegen leicht unter dem fünfjährigen Mittel. Die Anzahl an schwer- und leichtverletzten Jungen Fahrenden ist rückläufig. Weiterhin häufig sind Senioren ab 65 Jahren an Verkehrsunfällen beteiligt. Auch sie verursachten über 71 % der 4.707 Verkehrsunfälle, an denen sie beteiligt waren, als Verantwortliche. Während in dieser Risikogruppe die Anzahl an Schwer- und Leichtverletzten leicht anstieg, verunglückten mit 6 Personen nur etwa halb so viele Senioren tödlich wie im Jahr 2023.
Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fahrrad- und Pedelecfahrenden sank um weitere 6,4 %. Hier sind jedoch wie im Vorjahr 3 Getötete zu verzeichnen. Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von motorisierten Zweirädern liegt etwa auf dem Vorjahresniveau (minus 0,4 %). Verkehrsunfälle mit Beteiligung von LKW gingen um 6,3 % zurück.
Auch die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Einfluss von Alkohol (minus 5,2 %) und illegalen Drogen (minus 20 %) ist rückläufig. Unter Einfluss von THC ereigneten sich im Jahr 2024 33 Unfälle, bei etwa der Hälfte kamen Personen zu Schaden. Da die differenzierte Betrachtung von Verkehrsunfällen unter THC-Einfluss erst seit April 2023 stattfindet, ist hier noch keine Vergleichbarkeit möglich. Die Hauptunfallursachen sind weiterhin Wild auf der Fahrbahn (29 % aller aufgenommen Unfälle), unzureichender Sicherheitsabstand (26 %) sowie Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren (17 %). Während eine nicht angepasste Geschwindigkeit in nur 7 % der Unfälle ursächlich war, sind die Unfallfolgen in diesen Fällen teils gravierend: Ein 10 Fällen wurden Menschen getötet, in 127 Fällen schwer und in 417 Fällen leicht verletzt.
Der dargestellten statistischen Daten beruhen auf verschiedenen polizeilichen Datenquellen, wobei es aufgrund systembedingter Parameter in Teilbereichen zu kleinen Abweichungen kommen kann. Weitere, differenzierte Daten zur Unfallentwicklung finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://s.rlp.de/YSXrl
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Polizeipräsidium Trier gibt die Verkehrsunfallbilanz 2024 heraus
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dpa