Der erlösende Moment: Patrick Roos läuft bei der Ironman-EM als Zweiter seiner Altersklasse ins Ziel (Foto links). Hinterher freute er sich mit seiner Freundin Michelle über die Qualifikation zur WM auf Hawaii. Fotos: Michael Ewers, Roos Michael Ewers
Frankfurt. Die Zurufe waren klar formuliert, sie dienten als Motivationsspritze. Alle fünf Kilometer lief Patrick Roos beim abschließenden Marathon bei der Ironman-EM in Frankfurt an seinem Trainer vorbei. Der war versorgt mit den Infos, nach denen der Triathlet lechzte. Roos wollte wissen, wo er im Feld seiner Altersklasse stand. Er hatte sich den zwölften Platz als Ziel gesetzt, den galt es mindestens zu erreichen. Er war bereits als Achter auf die Laufstrecke gegangen, und als er seinen Coach bei Kilometer 30 erblickte, teilte der dem Sportler lautstark eine frohe Botschaft mit: Roos war mittlerweile bereits Zweiter in seiner Altersklasse und hatte schon zwei Minuten Vorsprung herausgelaufen. Er hielt die Position und konnte sich nach insgesamt 9:20:27 Stunden M40-Ironman-Vize-Europameister nennen.
Als Roos auf dem schwarz-roten Teppich vor der Ziellinie die Jubelfäuste ballte, da freute er sich natürlich über diesen zweiten Platz, mit dem er im Vorfeld nicht gerechnet hatte. Wichtiger allerdings war ihm eine andere Begleiterscheinung. Er hatte sich ja nicht ohne Grund im Vorfeld den zwölften Rang zum Ziel gesetzt: Das beste M40-Dutzend würde sich für den Ironman Hawaii qualifizieren, die legendäre WM auf Big Island.