Montabaur

Zur Not auch ohne Landeszuschuss: Gemeindeschwester in der VG Montabaur weiter unterwegs

Die Gemeindeschwester plus Barbara Spiegelhoff vom Caritasverband (Mitte), wird auch weiterhin in der VG Montabaur unterwegs sein. Ihre Arbeit begleiten seitens der Verwaltung die Generationenbeauftragte Judith Gläser und Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich. Foto: Christina Weiß/VG Montabaur
Die Gemeindeschwester plus Barbara Spiegelhoff vom Caritasverband (Mitte), wird auch weiterhin in der VG Montabaur unterwegs sein. Ihre Arbeit begleiten seitens der Verwaltung die Generationenbeauftragte Judith Gläser und Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich. Foto: Christina Weiß/VG Montabaur

Die Gemeindeschwester wird weiter in der Verbandsgemeinde Montabaur unterwegs sein. Ursprünglich war das Projekt bis Ende 2024 befristet. Nun werden die VG und der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn ihre Zusammenarbeit dauerhaft fortsetzen.

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Das hat der Verbandsgemeinderat einstimmig beschlossen – auch für den Fall, dass das Beratungsangebot nicht mehr vom Land gefördert wird. Die VG bleibt Projektträgerin, der Caritasverband Anstellungsträger. Seit Sommer 2021 ist Schwester Barbara Spiegelhoff als Gemeindeschwester plus in der VG Montabaur tätig.

Ihre Aufgabe ist es, ältere Menschen zu unterstützen, wenn diese noch zu Hause leben. Die Schwester besucht die Senioren und berät sie, welche Hilfsangebote sie in Anspruch nehmen können, damit sie möglichst lange eigenständig wohnen können. Das Angebot richtet sich an ältere Menschen, insbesondere Hochbetagte ab 80 Jahren. Es ist inzwischen etabliert und wird sehr gut angenommen.

Landesregierung vielfältig kritisiert

Im VG-Rat wurde vielfältig der Umgang der Landesregierung mit der Gemeindeschwester plus (einem Programm des Landes) kritisiert. Das Sozialministerium hatte die Förderrichtlinien wiederholt geändert und die Finanzierung zurückgefahren. „Auch jetzt haben wir keine endgültige Klarheit, ob wir im nächsten Jahr noch Fördermittel erhalten werden“, stellte Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich verärgert fest. Er empfahl deshalb dem Rat, das Angebot auf jeden Fall fortzuführen, wenn möglich mit Mitteln aus dem Landesprogramm, wenn nicht, dann auch ohne. Die ausbleibenden Fördermittel von rund 17.000 Euro pro Jahr würden dann aus dem Haushalt der VG finanziert.

Weiter Zusammenarbeit mit Caritasverband

Auch die Zusammenarbeit mit dem Caritasverband soll dauerhaft fortgesetzt werden. „Fachlich ist sie dort besser angebunden, das können wir in der Verwaltung so nicht leisten. Außerdem ist bei Bedarf die Vertretung im Krankheitsfall über die Caritas geregelt", so der Bürgermeister. Auch der Caritasverband möchte die Zusammenarbeit gerne fortsetzen, wie Vorständin Stefanie Krones betont: „Wir freuen uns sehr über das vorbildliche Engagement der VG für eine gute und fachlich versierte Beratung und Unterstützung älterer Menschen in der Region. Das Angebot nun dauerhaft sicherzustellen – mit oder ohne Landesförderung – ist ein richtiger und weiser Schritt und zeigt, welche wichtige Rolle die Gemeindeschwester plus bereits jetzt für viele Menschen einnimmt.“ red