Arbeiten in Nassau: Einweihung des Hospizes noch in diesem Jahr
An diesem Tag der offenen Tür haben die Besucher die Gelegenheit, den Neubau zu begehen und sich ein Bild von den Räumlichkeiten zu machen. Engagierte Fachpflegekräfte werden durch das Gebäude führen und Fragen rund um den Aufenthalt in einem Hospiz beantworten. Parkplätze stehen bei der Firma Lahntechnik, Taunusstraße 10, zur Verfügung. Es werden Kaffee und Kuchen gereicht. Dafür wird um eine Spende gebeten.
Schon am 2. Januar 2025 sollen dann die ersten Gäste aufgenommen werden. Für sie stehen acht große, modern eingerichtete Patientenzimmer mit Bad zur Verfügung. Die Zimmer sind 35 Quadratmeter groß. So ist es auch möglich, dass ein Angehöriger mit im Zimmer übernachten kann. Jedes Zimmer hat einen Balkon, auf den die Betten geschoben werden können und die den Blick ins Grüne ermöglichen.
Raum der Stille eingerichtet
Zusätzlich gibt es einen Zugang, über den die Patientenbetten in den noch zu gestaltenden Park gebracht werden können. Zum Verweilen laden auch ein gemütliches Wohnzimmer und eine offene Wohnküche ein. Ein weiterer zentraler Raum ist der Raum der Stille, der von dem renommierten Bopparder Künstler Aloys Rump mit seinen Himmelskörpern gestaltet wird.
„Jeder Quadratzentimeter des Hospizes ist spendenfinanziert“, erklärt Martin Schencking, Vorsitzender des Fördervereins Stationäres Hospiz Rhein-Lahn und der Stiftung Hospiz Rhein-Lahn. Dass das Hospiz nach mehr als neun Jahren nun Wirklichkeit werde, sei den vielen Spendern zu verdanken, die durch ihre zahlreichen kleinen und großen Spenden die gute Sache unterstützen. Ihnen allen gilt Schenckings herzlicher Dank.
Die Schmerzen lindern
Das Hospiz ist ein Ort, an dem Menschen in Würde sterben können. Es finden keine Behandlungen wie in einem Krankenhaus mehr statt. Vielmehr geht es um die Linderung der Symptome wie Schmerzen, Luftnot oder Ängste, verdeutlicht der Hausarzt und Palliativmediziner Schencking. „Das Hospiz in Nassau ist eine spezialisierte Pflegeeinrichtung, in der es uns ein Anliegen ist, schwerstkranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase eine respektvolle, umfassende und kompetente Betreuung zu ermöglichen“, sagt er.
Das stationäre Hospiz bietet neben Unterkunft und Verpflegung fachärztlich-palliativmedizinische, psychosoziale und seelsorgliche Begleitung, Betreuung und Beratung durch ein multidisziplinäres Team. Das Hospiz ist und bleibt weiterhin auf Spenden angewiesen. red