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SC Freiburg: Jüngste Bundesliga-Elf macht FuroreDie wilden Willis wirbeln wiederFreiburg - Nie waren die "wilden Willis" aus dem Schwarzwald jünger als heute. Nach einem guten Start in die Saison mit acht Punkten aus fünf Begegnungen, die letzten drei davon ungeschlagen, ist der SC Freiburg auf dem besten Weg, die von Trainer Volker Finke geforderten 40 Punkte für den Klassenerhalt schneller zusammen zu spielen als erwartet
Dann könnten frühzeitig höhere Ziele in Angriff genommen werden. Die "Breisgau-Brasilianer" sorgen aber auch in anderer Hinsicht für Furore: Als Trainer Volker Finke am dritten Spieltag beim 3:0-Heimsieg gegen 1860 München die Kobiaschwili, Zkitischwili und Co. aufs Feld schickte, war dies die jüngste Bundesligaelf seit der Gladbacher "Fohlenzeit" vor über 30 Jahren. Das Durchschnittsalter des Kaders beträgt nur 25,7 Jahre. Finke dämpft die Erwartungen"Man muss die Kirche im Dorf lassen. Die Mannschaftsleistung ist bisher zwar ganz erfreulich, aber solange man mit einem Dreipunktespiel sechs bis sieben Plätze nach vorne springen kann, sollte man sich davor hüten, der Tabelle zu viel Aussagekraft beizumessen", warnt Finke vor allzu hohen Erwartungen. Die Freiburger kletterten tatsächlich nach dem furiosen 5:0-Erfolg gegen Hansa Rostock, ihrem höchsten Bundesligasieg überhaupt, vom zwölften auf den sechsten Platz. Kenner der Szene sind davon überzeugt, dass der Sportclub im nächsten Jahr den Sprung auf die internationale Bühne schafft - wie am Ende der Saison 1994/95, als das Team überraschend Dritter wurde.
Mannschaft ist eingespielt"Wir müssen doch erst einmal sehen, wie die Mannschaft zwei, drei Niederlagen in Folge verkraftet", sagt Mittelfeldspieler Andreas Zeyer, der entgegen der sonstigen Freiburger Philosophie von Finke an die Dreisam zurückgeholt wurde und sich gleich wieder nahtlos integrierte. Der SC Freiburg der Millennium-Saison hat allerdings einen großen Vorteil gegenüber dem Aufstiegsjahr eine Spielzeit zuvor: Die Mannschaft ist inzwischen eingespielt und kann Ausfälle wie zuletzt den Abwehrblock (Oumar Konde, Boubacar Diarra) bestens kompensieren. "Die langfristigen Perspektiven haben wir vor zwei Jahren nach dem Abstieg gelegt und 16 neue Spieler geholt", erklärte Finke, der für diese Saison in Konde (20), Björn Dreier (22), Florian Bruns (20) und Andreas Zeyer (31) nur vier Spieler dazugeholt hat. Nur Hamburg hat mehr Tore erzieltAußerdem ist die Torgefährlichkeit gegenüber der Vorsaison (nur 36 Treffer) deutlich erhöht worden. Lediglich der Hamburger SV und Werder Bremen (je 13) haben bisher einen Treffer mehr erzielt als Freiburg (12). Auch die im Vorjahr in der Regel verschossenen Elfmeter stellen die Breisgauer vor keine allzu großen Probleme mehr, denn vier der fünf zugesprochenen Strafstöße wurden verwandelt. Klar, dass Finke auch vor dem Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld vorsichtig optimistisch ist: "Einen guten Lauf soll man pflegen, aber Bielefeld ist für uns nach der 0:2-Niederlage in Ulm eine schwierige Aufgabe." Von Friedhelm Römer, dpa - Fotos: AP
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| Geändert am 24. September 1999 12:29 von sab | ||||||||||