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Aus der Mottenkiste zurück zum Kultobjekt
Deutschland im Jo-Jo-Fieber

Frankfurt/Main - Kaum machen sich Skateboards und Tamagotchis rar, haben Jugendliche bereits den nächsten Trend eingeleitet: Das Jo-Jo-Fieber greift um sich. Daß das klassiche Auf und Ab der lange in der Mottenkiste verstaubten Fadenrolle nicht alles ist, wollen am kommenden Samstag (28.11.) die 80 besten Jo-Jo-Jongleure des Landes demonstrieren.
Das Frankfurter Messegelände wird dann zum Treffpunkt der "Jo-Megas" (Alter bis zwölf Jahre) und "Jo-Gigas" (ab 13 Jahre), die zur ersten Deutschen Jo-Jo-Meisterschaft antreten. Die Spielgeräte aus Omas Zeiten und die modernen Sportgeräte haben allerdings kaum noch etwas gemeinsam: Trickwürfe wie "Walk the Dog" (wörtlich: den Hund Gassi führen) oder "Rock the Baby" (das Kind wiegen) können nur mit speziellen Jo-Jos ausgeführt werden: Fliehkraftkupplung, Gleit-und Kugellager sind ein absolutes Muß.
Elegante Jo-Jos ... und coole Klamotten
Bei Pflichtübungen und einer Kür sollen die Teilnehmer ihr Können unter Beweis stellen. Dabei müssen die Jo-Jos möglichst elegant in der Luft surren, stehen oder hüpfen. Wie bei vielen anderen Trends ist neben der Technik auch das Äußere wichtig: "Auftreten, Originalität, Kleidung und Show fließen mit in die Freestyle-Wertung ein", kündigten die Veranstalter an. Qualifiziert haben sich die jungen Leute in den vergangenen Monaten bei Stadtmeisterschaften und Halbfinalen in ganz Deutschland.
Mit den wiederentdeckten Spielgeräte hat sich inzwischen auch ein gewinnbringender Markt entwickelt. Bis zu 100 Mark bezahlen echte Könner für wettkampftaugliche Jo-Jos. Nach Informationen des Deutschen Verbandes der Spielwaren-Industrie wurden im diesem Jahr bereits acht Millionen Jo-Jos verkauft. dpa - Fotos: www.yo-yo.de
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