Neuer Ministerpräsident in Niedersachsen nominiert:
Hannover - Der niedersächsische SPD-Landesvorstand hat auf Vorschlag von Gerhard Schröder am Dienstag einstimmig Gerhard Glogowski als künftigen niedersächsischen Ministerpräsidenten nominiert. Nach der Abstimmung trat Schröder von seinem Amt als niedersächsischer SPD-Landesvorsitzender zurück. Mit seinem schnellen Rücktritt habe Schröder Stil gezeigt und deutlich gemacht, daß die niedersächsische SPD ihre Geschicke nunmehr selbst regele, sagte der derzeitige Innenminister Glogowski nach der Sitzung in Hannover. |
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| Blumen und Händedruck: Schröder gratuliert Glogowski (r.). |
Zum neuen niedersächsischen Ministerpräsident werde er wahrscheinlich nach dem 19. Oktober auf einer Landtagssondersitzung in Hannover gewählt, kündigte Glogowski an. Als seinen Nachfolger für das Amt des Innenministers werde er den bisherigen parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Heiner Bartling, vorschlagen. Zur Stellvertreterin des Ministerpräsidenten werde er Sozialministerin Heidi Merk berufen.
Der designierte Ministerpräsident schloß einen Wechsel des niedersächsischen Landwirtschaftsministers Karl-Heinz Funke an die Spitze des Bonner Landwirtschaftsministeriums nicht aus. Glogowski bezeichnete Funke als "wichtigen Minister des Landes Niedersachsen, den ich gern behalten würde". Die Frage, "ob er abgeworben wird", müßten jedoch andere beantworten. Auch über eine Zusammenlegung von niedersächsischem Landwirtschafts- und Umweltministerium werde erst entschieden, wenn sie anstehe, sagte Glogowski.