Po-Angriff auf Eminem war inszeniert
New York/Los Angeles Der Wirbel um US-Rapper Eminem, der bei einer TV-Show mit dem nackten Hinterteil von «Borat»-Darsteller Sacha Baron Cohen konfrontiert wurde, war von vorn bis hinten inszeniert.
Das räumte der Chefschreiber der Show, Scott Aukerman, Medienberichten zufolge auf seiner Internetseite ein. Allerdings löschte er den Beitrag später wieder, wie die «Los Angeles Times» berichtete.
Bei der Verleihung der MTV Movie Awards hatte sich Cohen in der Nacht zum Montag in einem weißen Engelsgewand über dem Zuschauerraum abgeseilt und war so auf Eminems Schoß gelandet, dass sein nur mit einem String-Tanga bedeckter Po dem Rapper direkt ins Gesicht lachte. Die Verkleidung spielte auf Cohens jüngste Rolle als schwuler österreichischer Modejournalist «Bruno» an. Eminem, bekannt für seine schwulenkritischen Äußerungen, verließ offenbar wütend den Saal.
«Ja, der Bruno/Eminem-Vorfall war inszeniert», räumte Aukerman auf seiner Internetseite ein. «Sie haben den Auftritt im Kostüm geprobt und ja, es ging dabei so weit wie in der Live-Show.» Die «Los Angeles Times» frotzelte, Eminem habe mit seiner geheuchelten Entrüstung bewiesen, dass er ein hervorragender Schauspieler sei.
Der bekannte Rapper war bei der Preisverleihung nach mehrjähriger Auszeit erstmals wieder auf der Bühne erschienen und hatte zwei Songs von seinem neuen Album «Relapse» vorgestellt. Nach seinem «verärgerten» Abrauschen blieb er für den Rest des Abends verschwunden.
dpa-infocom
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