Trauerfeier für Haider beginnt in Klagenfurt
Wien - Eine Woche nach seinem tödlichen Autounfall haben am Samstag in Klagenfurt die Trauerfeiern für den österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider begonnen.
Bei strahlendem Sonnenschein verfolgten Tausende seiner Anhänger, die aus allen Landesteilen angereist waren, wie der Sarg in einer Prozession durch die Hauptstadt des Bundeslandes Kärnten getragen wurde. Die offizielle Feier für den Kärntner Landeshauptmann (Ministerpräsidenten) und Chef der rechten Partei Bündnis Zukunft Österreich soll vor dem Rathaus stattfinden, zu der sich auch der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer angekündigt haben. Danach ist eine Abschiedsmesse im Klagenfurter Dom geplant.
Nach Angaben der Polizei kamen weniger Menschen als erwartet, Zwischenfälle gab es am Morgen keine. Das Land Kärnten hatte sich auf rund 30 000 Besucher vorbereitet. Der umstrittene Rechtspolitiker war am vergangenen Samstagmorgen betrunken und viel zu schnell bei Klagenfurt mit seinem Dienstwagen von der Straße abgekommen. Sein Auto überschlug sich mehrfach, der 58-Jährige war sofort tot. Er hinterlässt eine Frau und zwei Töchter.
Zu der Trauerfeier kamen viele Frauen am Samstag im traditionellen Dirndl, die Männer im Trachtenanzug. Zudem reisten viele Kärntner Chöre und Blaskapellen an. Bei den Ehrengästen nahm der Sohn des libyschen Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi, Saif al Islam, Platz, der mit Haider befreundet war. Nach Angaben des Protokollchefs hatten sich aus Deutschland unter anderem der Fußball-Funktionär Reiner Calmund und die Milliardärs-Witwe Ingrid Flick angekündigt.
dpa-infocom


















