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Sonntag, 14. Mai. 06

Wolfs­burg - Der 1. FC Kai­sers­lau­tern ist der dritte Abstei­ger aus der Fuß­ball-Bun­des­liga. Am letzten Spiel­tag kamen die „Roten Teufel” nur zu einem 2:2 (1:0) beim VfL Wolfs­burg. Makiadi (66. Minute) und Kli­mowicz...

Augs­burg - In der Fuß­ball-Regio­nal­liga Süd hat der SV Darm­stadt 98 mit einer 0:3 (0:1)-Nie­der­lage am Samstag beim FC Augs­burg auch die letzte Chance auf einen Auf­stieg in die 2. Liga ver­spielt.

Wehen - Der SV Wehen hat seine Erfolgs­serie in der Fuß­ball-Regio­nal­liga Süd fort­gesetzt. Die Mann­schaft von Trainer Djuradj Vasic bezwang den abstiegs­gefähr­deten SV Jahn Regens­burg mit 1:0 (1:0).

Elvers­berg - Die SV Elvers­berg hat sich am Samstag in der Fuß­ball-Regio­nal­liga Süd deut­lich mit 4:0 (0:0) gegen Abstei­ger 1. FC Esch­born durch­gesetzt. Lamine Cissé (58.), Marco Cala­mita (63.)...

Pful­len­dorf - Der SC Pful­len­dorf hat in der Fuß­ball- Regio­nal­liga Süd einen großen Schritt zum Klas­sener­halt gemacht. Die Mann­schaft von Trainer Marco Kurz besiegte den eben­falls abstiegs­gefähr­deten 1. FC...

Stutt­gart - Die Stutt­gar­ter Kickers und der VfB Stutt­gart II haben sich in der Fuß­ball-Regio­nal­liga Süd mit 0:0- Unent­schie­den getrennt. Die 3010 Zuschauer erleb­ten dabei ein schwa­ches Stadt­derby mit einem...


Rechte mobilisieren nur wenige Demonstranten

Koblenz zeigte Neonazis die kalte Schulter

Marienfels/Koblenz - Weit weniger rechte Sympathisanten als ange­nom­men haben sich am Samstag an Demons­tra­tio­nen in Mari­enfels (Rhein-Lahn-Kreis) und in Koblenz betei­lig­t.

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Mindestens 1500 Menschen machten gegen die Rechtsradikalen mobil. Zwischenfälle meldete die Polizei keine.

In beiden Städten hatten sich nach Polizeiangaben statt der erwar­teten 200 bis 300 nur etwa 70 bis 80 Neo­nazis ver­sam­melt. Bis zum Nach­mit­tag verlief alles ruhig ver­lau­fen. 16 Personen wurden in Koblenz vorübergehend in Gewahrsam genommen worden, zwölf von ihnen hätten mehrfach Platzverweise missachtet. 18 Gegenstände seien eingezogen worden, darunter einige Nieten- beziehungsweise Stachelarmbänder, zwei Fahnen und eine Jacke mit verbotenen Symbolen. Insgesamt sind laut Polizeiangaben 20 Strafanzeigen aufgenommen worden.

Gegendemo mit mindestens 1500 Menschen

"Absolut überwältigend" war hingegen nach Ein­schät­zung des Deut­schen Gewerk­schafts­bun­des (DGB) die Reso­nanz auf dessen Aufruf zur Gegen­demons­tra­tion, wie die DGB-Re­gio­nal­vor­sit­zende Gabi Weber sagte. In Mari­enfels seien rund 200 Men­schen gegen Rechts auf die Straße gegan­gen, in Koblenz seien es "weit mehr als 2000" gewe­sen. Ein Poli­zei­spre­cher sprach von höchs­tens 1500 Men­schen in Koblenz.

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Die scheidende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Ise Thomas, sprach nach dem Koblenzer OB, Eber­hard Schul­te-Wis­ser­mann (SPD), auf der Schlusskundgebung der DGB-Demonstration.

Einer Demonstration durch die Innenstadt schloss sich eine Kundgebung auf dem Gör­res­platz an. Hier spra­chen neben Weber auch der Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Koblenz, Eber­hard Schul­te-Wis­ser­mann (SPD), die schei­dende Grü­nen-Frak­tions­vor­sit­zende im Land­tag, Ise Thomas, sowie Ver­tre­ter von Kir­chen, der "Christ­lich-jü­dischen Gesell­schaft für Brü­der­lich­keit" und des Sta­bilus-Be­triebs­rats. Die musi­kali­sche Beglei­tung durch eine Sam­ba-Gruppe sollte laut Weber die "Wel­tof­fen­heit" in die Herzen der Demons­tra­tions­teil­neh­mer brin­gen.

Nasse Glatzen

Während die Kundgebung auf dem Görresplatz kurz vor ihrem offi­ziel­len Schluss von einem starken Regen­schauer abrupt beendet wurde, mar­schierte die Gruppe Neo­nazis entlang ihrer her­metisch abge­rie­gel­ten Route durch die Koblen­zer Innen­stadt. Die durch­näss­ten Radi­kalen wurden von Passan­ten und Gegen­demons­tran­ten mit wüten­den "Nazis raus"-Rufen begrüßt.

Riesiges Polizeiaufgebot

Eine zunächst angemeldete Gegendemonstration der linken Antifa war bereits im Vorfeld abge­sagt worden, weil die Orga­nisa­toren nicht mit den Vor­gaben der Behörde ein­ver­stan­den waren. Beamte aus Rheinland-Pfalz und aus angrenzenden Bundesländern sowie der Bundespolizei hatten die Demonstrationen begleitet. Allein in Koblenz waren 1000 Polizisten im Einsatz.

Die Rechten hatten in Marienfels für die Wiedererrichtung eines Mahnmals für gefallene Soldaten der Waffen-SS demonstriert. Das Mahnmal war 1971 auf dem Marienfelser Friedhof errichtet worden. Der Nutzungsvertrag war auf 30 Jahre befristet. Der Gemeinderatsbeschluss zum Abbau des Mahnmals hatte 2003 zu einem Aufschrei in der rechten Szene geführt. Seitdem hatte es immer wieder Aufmärsche der Neonazis in der 370-Seelen-Gemeinde für den Wiederaufbau gegeben.

DDP, RZO; Fotos: Magnus


http://rhein-zeitung.de/on/06/05/13/rlp/r/demox-1.html
Samstag, 13. Mai 2006, 18:14 © RZ-Online GmbH (jo)
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