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Sonntag, 7. Mai. 06

Fraunhofer-FluglaborHolz­kir­chen - Das Fraun­hofer-Insti­tut hat in Holz­kir­chen südlich von München ein welt­weit ein­mali­ges Labor zur Unter­suchung von Flug­bedin­gun­gen in Betrieb genom­men. Im 15 Tonnen schwe­ren Teil eines Flug­zeugrump­fes...

Rettungswagen in RegensburgAms­ter­dam/Mün­chen - Münch­ner Gene­tiker haben eine Erb­gut­ver­ände­rung ent­deckt, die das Risiko für den plötz­lichen Herztod erhöht. Die Muta­tion des Gens NOS1AP geht mit einer ver­län­ger­ten Herz­kon­trak­tion einher.

Washing­ton - Auf dem Rie­sen­pla­neten Jupiter bildet sich zurzeit ein zweiter roter Fleck, und das Wel­traum­tele­skop „Hub­ble” hat jetzt detail­rei­che Fotos davon gelie­fert.

Regens­burg - Regens­bur­ger Medi­ziner und Inge­nieure haben die welt­weit kleinste Herz-Lun­gen-Maschine ent­wickelt. Das neue Gerät ermög­liche auch die Behand­lung von schwer kranken Pati­enten im Ret­tungs­hub­schrau­ber...

Washing­ton - Auf dem Saturn­mond Titan gibt es riesige Dünen­fel­der, die an Wüsten wie die Sahara oder die Namib auf der Erde erin­nern. Die in Radar­auf­nah­men der Raum­sonde „Cas­sini” ent­deck­ten Dünen sind bis zu 150...

Jülich - Der Phy­siker Peter Grün­berg aus Jülich ist vom Europäi­schen Patent­amt und der EU-Kom­mis­sion zum „Eu­ropäi­schen Erfin­der des Jahres” gekürt worden.

Münchner Forscher entdecken Risiko-Gen für plötzlichen Herztod

Amsterdam/München - Münchner Genetiker haben eine Erbgutveränderung entdeckt, die das Risiko für den plötzlichen Herztod erhöht.

Rettungswagen in Regensburg

Trotz aller Technik: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland.

Die Mutation des Gens NOS1AP geht mit einer verlängerten Herzkontraktion einher.

Das berichten die Forscher in einem Beitrag zur Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Humangenetik, die am Samstag in Amsterdam begonnen hat. Eine Verlängerung der Herzkontraktionszeit, des so genannten QT- Intervalls, ist seit langem als Risikofaktor für den plötzlichen Herztod bekannt. An diesem Sekundenherztod sterben in Deutschland jedes Jahr mehr als 100 000 Menschen.

Das Gen steht nach Auskunft von Arne Pfeufer von der Technischen Universität München im Zusammenhang mit der Regulierung der Gefäßweite und der Kontraktionskraft des Herzens. Die Forscher um Pfeufer hatten in ihrer Studie zunächst rund 100 000 Genvarianten mit den QT-Intervallen von 200 Probanden verglichen. Anschließend testeten sie 8500 Probanden aus Bayern und Boston (USA) auf einige Erbgutmutationen, die im ersten Schritt auffällig geworden waren. Dabei ergab sich ein sehr deutlicher Zusammenhang einer Veränderung des Gens NOS1AP mit einem verlängerten QT-Intervall.

Wie die Genvariante genau die Kontraktionszeit des Herzens verändern könnte, ist noch nicht geklärt. In einem nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler jetzt Opfer des plötzlichen Herztods auf die Genvariante testen. Die Forscher hoffen, dass sich aus ihrer Erkenntnis eine bessere Vorsorgemöglichkeit für Träger dieser Erbgutmutation ergibt. Die Studie wurde vom deutschen Herzkreislaufnetz im Nationalen Genomforschungsnetz (NGFN) gefördert.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/06/05/07/news/science/t/rzo243559.html
Sonntag, 07. Mai 2006, 9:37 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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