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Archiviert am
Donnerstag, 07. Juli 05 |
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Modisches Mixen: Kombinieren ist (k)ein Kunststück Die Mode probt den Stilbruch: Beim „Cross Dressing” dürfen heutzutage Farben und Materialien munter gemixt werden.
Regeln gibt es kaum noch. Doch das völlig willkürliche Kombinieren von Kleidungsstücken ist selten en vogue. So sehen die neuen Schnitte der Saison nicht an jedem vorteilhaft aus. Für Fashion-Victims gibt es in diesem Sommer wieder reichlich Fallen zu umschiffen. „Wer nicht das geschulte Auge dafür hat, wie etwas getragen und am besten kombiniert wird, kann sehr schnell lächerlich wirken”, sagt Andreas Rose, Stilberater aus Frankfurt. So sollten bei einem Outfit nicht mehr als drei Farben miteinander gemischt werden. Julia Mehnert, Personal Shopper aus München, rät davon ab, zwei starke Farben zusammen zu tragen: „Man sollte nicht unbedingt zum roten Rock ein grünes T-Shirt anziehen.” Große Farbunterschiede im Outfit sind nicht nur grell, sondern oft auch unvorteilhaft. „Sie erzeugen eine optische Quereinteilung des Körpers und lassen ihn kürzer und breiter wirken”, erklärt Beate Meinert, Imageberaterin aus Moosburg. Wer etwas korpulenter oder klein ist, sollte große Farbkontraste vermeiden. Die weit schwingenden Röcke, die in diesem Sommer knielang und oft bunt getragen werden, verhüllen zwar geschickt so manchen kräftigen Oberschenkel, tragen aber ganz schön auf. „Wichtig zum weiten Rock ist daher ein schmal geschnittenes Oberteil”, sagt Petra Meurer, Modeberaterin aus Köln. Kleine Frauen sollten laut Meinert eher gerade geschnittene Röcke anziehen und dazu Schuhe mit Absatz tragen. Eigentlich nur für schlanke Frauen geeignet sind Tuniken oder Hängerchen, die über der Brust gerafft sind und dann nach unten fließen. Bei fülligeren Frauen wirkt diese Kleidung nicht selten wie Umstandsmode. Die ebenso angesagten Lingerie-Tops, die mit Spitze und Bändchen den Busen betonen, passen dagegen zu jedem Typ. Vor allem im Sommer ist es oft schwierig, die richtige Jacke zum Outfit zu finden. „Es gibt nicht mehr die Jacke für alle Fälle”, sagt Meurer. Oft werde die Jacke zu groß gekauft, damit auch mal ein dicker Pullover drunter passt. Korpulentere Frauen sollten auf die modischen kurzen Jacken lieber verzichten und eher einen Trenchcoat wählen, der die Problemzonen umspielt. In jedem Fall sollte die Kleidung zum Alter passen. So ist der Ethno-Look kaum etwas für Frauen über 30, sagt Rose. Wer ihn trägt, sollte nicht übertreiben und vor allem das alte Batik-T-Shirt im Schrank lassen: „Das sieht sehr schnell nach Woodstock aus und nicht mehr modern - es sei denn, man bricht den Stil ein wenig auf”, rät Esther Perbandt, Designerin aus Berlin. Wie der Ethno-Look mit seinen Stickereien und Perlenapplikationen sind in diesem Sommer auch die Schuhe reich verziert und bunt. „Den Schuhschrank sollte man auf alles andere abstimmen”, rät Meurer. Der schlichte schwarze Schuh zu jedem Outfit habe ausgedient. Die Männermode birgt weniger Risiken. Trotzdem gilt: „Das Hemd sollte immer etwas heller sein als der Anzug oder farblich exakt zusammenpassen”, erklärt Rose. Kleine Männer sollten auf eng geschnittene Hosen und auf Bügelfalten verzichten und besser leicht ausgestellte Hosen mit flacher Front tragen. Und: Männer sollten niemals Altes mit Neuem kombinieren, warnt Rose. So habe ein alter Anzug mit einem neuen T-Shirt nichts mit „Cross Dressing” zu tun. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/05/07/07/magazin/szene/t/rzo160891.html |
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