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Sonntag, 2. Mai 04
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Deutschland unterliegt Kanada bei Eishockey-WM Prag - Trotz einer lustlosen Vorstellung gegen Titelverteidiger Kanada ist die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Tschechien fast schon am Ziel ihrer Wünsche.
Auch die 1:6 (0:3, 1:2, 0:1)-Pleite gegen den 22-maligen Weltmeister schmälerte nicht die glänzende Ausgangsposition der DEB-Auswahl, die sie sich mit dem 3:1 über Österreich verschafft hatte. Im letzten Zwischenrundenspiel gegen die Schweiz reicht selbst im ungünstigsten Fall ein Unentschieden, um zum fünften Mal hintereinander bei einem großen Turnier unter die besten Acht zu kommen. Sollte die deutsche Mannschaft die Eidgenossen von der WM verabschieden, bliebe sie in der Weltrangliste auf jeden Fall vor den derzeit neuntplatzierten Schweizern und hätte eines der in Tschechien zu holenden acht Olympia-Tickets für Turin 2006 sicher. Die Ausgangslage schien sich vor dem bisher schwächsten Turnierauftritt auch in den Köpfen der deutschen Spieler eingenistet zu haben. „Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen. Die Kanadier sind stark vor beiden Toren”, erklärte Bundestrainer Hans Zach vor der Partie und warnte vor allem vor Torjäger Dany Heatley. Eine Revanche für die knappe Viertelfinal-Niederlage bei der vorigen WM war aber nie in Reichweite. Nach der schnellen Führung durch Danny Brière (5.) war Heatley zwei Mal zur Stelle (9./12.) und erzielte schon seine WM-Treffer vier und fünf. Die Brüder Scott und Rob Niedermayer (27./37./57.) schossen die weiteren Tore. Jochen Hecht (30.) sorgte mit seinem dritten WM-Tor für den Ehrentreffer. Der nachnominierte Iserlohner Verteidiger Erich Goldmann saß beim ersten Tor auf der Strafbank, stand beim zweiten und dritten Treffer auf dem Eis und erwischte einen ganz schlechten Einstand. Auch der gegen Österreich noch überragende Olaf Kölzig gab nicht immer eine glückliche Figur ab. Kölzig spielte zum ersten Mal gegen die Auswahl des Landes, in dem er aufwuchs und wirkte nervös. Nach dem Erfolg über Österreich hatte der Torhüter dagegen von einem „großen Sieg” gesprochen. „Wir gewinnen seit drei, vier Jahren die entscheidenden Spiele”, stellte auch Zach zufrieden fest, warnte aber gleichzeitig: „Irgendwann verlieren wir ein solches Spiel auch einmal.” Und für den Vorstoß unter die besten Vier, der zuletzt vor einem halben Jahrhundert gelang, sieht Realist Zach seine Schützlinge noch lange nicht gerüstet. Die Tore von Jan Benda (17.), Daniel Kreutzer (33.) und Stefan Ustorf (60.) genügten aber, um bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen seit nunmehr 70 Jahren gegen Österreich ungeschlagen zu bleiben. Nur nach dem Anschlusstor von Thomas Koch (52.) geriet der Sieg noch in Gefahr. Die letzte Niederlage gegen die Schweiz bei großen Turnieren gab es 1992 in Prag, zum Start der WM-Vorbereitung gelangen vor einem Monat ein 2:2 und ein 3:2. Während neben Tschechien und Kanada in Gruppe E noch zwei Viertelfinalisten gesucht werden, kann in der Staffel F in Ostrau nach Schweden, der Slowakei und Finnland auch das US-Team die Reise nach Prag planen. Das Schlüsselspiel gegen Russland hatten die Amerikaner 3:2 gewonnen. Frankreich steht dagegen als erster von zwei Absteigern fest. dpa
http://rhein-zeitung.de/a/sport/t/rzo52381.html |
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