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Sa 11.10.2003
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Schwere Vorwürfe gegen Bremer Bürgerschaftsabgeordneten Engelmann:SPD-Politiker soll Kinderpornos angeboten habenDer Bremer Bürgerschaftsabgeordnete Michael Engelmann (SPD) soll in Chatrooms Fotos mit pornografischen Darstellungen von Kindern angeboten haben. Er solle auch versucht haben, solche Bilder zu bekommen. Engelmann hatte am Freitag sein Mandat niedergelegt.
Der 34-Jährige trat auch als Bundesvorsitzender der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos) zurück. Gegen den 34- Jährigen sind Ermittlungen eingeleitet worden. Die Bremer SPD erwägt den Parteiausschluss des Abgeordneten. Versuchte Erpressung Engelmann soll nach Recherchen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" von einem Internet-Nutzer aus Kiel angezeigt worden sein. Aber auch das Bundeskriminalamt habe Erkenntnisse. Die Polizei kam dem Abgeordneten danach auch durch einen Hinweis aus Oldenburg auf die Spur. Dort wird dem "Spiegel" zufolge gegen einen angeblichen Kinderschutz-Verein ermittelt, der in einschlägigen Sex-Foren nach Interessenten für Kinderpornos sucht. Für 2000 Euro freikaufen Statt jedoch mögliche Straftäter anzuzeigen, habe der Verein "Abmahnungen" geschrieben: Gegen Zahlung von 2000 Euro verzichte man darauf, Daten an die Polizei weiterzugeben. Solch ein Schreiben habe offenbar auch Engelmann erhalten. Ob der Politiker gezahlt habe, sei unklar. Gegen Engelmann wird nach Paragraf 184 Strafgesetzbuch ermittelt. Darin wird unter anderem der Besitz und der Handel mit Darstellungen geahndet, die den sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen. Der Paragraf 184 sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vor. Immunität aufgehoben - Schlimmste Videos gefunden Laut "Bild"-Zeitung wurde Engelmanns Immunität als Abgeordneter aufgehoben. Auf der von der Polizei beschlagnahmten Festplatte seines Computers seien Tausende von eindeutigen Bildern gespeichert gewesen, darunter Jungen und Mädchen bei sexuellen Handlungen mit Erwachsenen. Außerdem hätten die Beamten so genannte Snuff-Videos gefunden, Kurzfilme, bei denen Menschen beim Sex zu Tode gefoltert werden. dpa, ddp; Archivbild: dpa |
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Zuletzt geändert am 11. Oktober 2003 13:52 von jo |
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