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Größten Friedenskundgebungen in USA seit Jahren:

500.000 Amerikaner protestieren gegen Krieg

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Washington - Bei einer der größten Friedenskundgebungen in den USA seit Jahren haben am Samstag Hunderttausende von Amerikanern gegen einen möglichen Irak-Krieg demonstriert. Allein in der Hauptstadt Washington versammelten sich nach Angaben der Organisatoren 500.000 Demonstranten bei eisiger Kälte.

Zu der Kundgebung hatten die Organisation ANSWER (Act now to stop War & End Rassism) und eine breite Koalition aus Studenten, Kirchen und Gewerkschaften aufgerufen. Der Bürgerrechtler Jesse Jackson erklärte, es gebe keinen Grund, den Irak aufs Korn zu nehmen, wenn die Regierung das Problem mit El Kaida noch nicht im Griff habe und die Probleme im Nahen Osten ignoriere. Sara Flounders von ANSWER forderte zum Widerstand gegen die "kolonialen Kriegspläne" der Regierung von Präsident George W. Bush auf. Ein Gewerkschaftsführer aus New York warf Bush vor, die Trauer der Amerikaner über die Anschläge vom 11. September ausgenutzt zu haben, um sie auf einen Kriegskurs zu führen.

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Die Demonstranten marschierten anschließend vom Kapitol aus zu einem nahe gelegenen Marinestützpunkt am Anacostia-Fluss. Dort verlangten "Volks-Inspekteure" uneingeschränkten Zugang zu den Waffenarsenalen.

"Kein Blut für Öl"

Die Demonstranten sprachen von einer vorbeugenden Demonstration. So wie US-Präsident Bush einen vorbeugenden Angriff gegen den Irak geplant habe, so wollten sie schon vor einem möglichen Krieg ihren Widerstand deutlich machen. Auf ihrem Marsch hielten die Demonstranten Schilder mit Aufschriften wie "Kein Blut für Öl" und skandierten: "Kein Krieg gegen den Irak".

Auch in mehreren anderen Städten wie San Francisco protestierten Amerikaner gegen den Kurs ihrer Regierung. In San Francisco erwarteten die Veranstalter mehr als 50.000 Teilnehmer.

dpa; Foto: dpa


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Zuletzt geändert am 19. Januar 2003 13:03 von jo

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