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Sa 23.02.2002
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Corinna May:Drei Anläufe zum großen Finale
Kiel - Im dritten Anlauf hat es die blinde Sängerin Corinna May (31) geschafft: Die Bremerin darf Deutschland beim Eurovision Song Contest vertreten. Gewonnen hatte der Schützling des unermüdlichen Grand-Prix-Kämpfers Ralph Siegel bereits 1999, konnte sich aber dennoch nicht im internationalen Finale präsentieren. Die Sängerin wurde disqualifiziert, weil es ihren Song "Hör den Kindern einfach zu" bereits von einem anderen Interpreten gab. Im darauf folgenden Jahr versuchte es die stimmgewaltige Sängerin erneut, unterlag aber dem Medienspektakel um Stefan Raabs "Wadde hadde dudde da?". Mit ein bisschen Aberglauben und viel Stehvermögen "Aller guten Dinge sind drei", sagte sich May vor dem Vorentscheid in Kiel. Für den Wettbewerb in der Fördestadt gab es gute Vorzeichen für May: "Kiel ist meine Glücksstadt. Dort habe ich meine ersten Songs gesungen." Doch damit nicht genug: Vor genau 20 Jahren gewann Nicole mit "Ein bisschen Frieden" den Grand Prix - ebenfalls aus der Feder von Ralph Siegel. Nicole ging damals mit Nummer 18 im internationalen Wettbewerb an den Start - und genau diese Position wurde auch in diesem Jahr für den deutschen Interpreten in Tallinn (Estland) ausgelost. Über Jazz und Gospel auf die Schlagerbühne Die von Geburt an blinde Sängerin entdeckte bereits als Kind ihre Leidenschaft für Musik. "Mit einer Haarsprayflasche in der Hand", erinnert sie sich heute. Aus dem Spaß wurde Ernst, als sie nach einer Ausbildung zur Masseurin und einigen Auftritten mit einer Jazz-Band in einen Gospel-Chor eintrat. Da wusste Corinna May, dass sie Sängerin werden wollte. "Das Singen ist für mich nicht nur ein Beruf - ich liebe es", sagt May, die mit bürgerlichem Namen Corinna Meyer heißt. Einen Spruch kann die 31-Jährige aber überhaupt nicht leiden: "Du singst aber gut - obwohl du blind bist." dpa |
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Zuletzt geändert am 23. Februar 2002 08:44 von to |
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