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Sa 23.02.2002
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Historische Zuspitzung im Enron-Skandal:US-Rechnungshof verklagt eigene RegierungWashington - Mit seiner ersten Klage gegen eine US-Regierung will der Oberste Rechnungshof (GAO) das Weiße Haus zur Herausgabe von Dokumenten zur Pleite des US-Energiekonzerns Enron zwingen. Der Oberste Rechnungshof reichte am Freitag in Washington Klage ein, um die Freigabe von unter Verschluss gehaltenen Akten zu erreichen. "Wir machen diesen Schritt nur zögerlich", hieß es in einer Mitteilung auf der Website der Behörde. Der Rechnungshof habe aber "keine andere Wahl". Präsidentensprecher Scott Stanzel kündigte an, George W. Bush werde für das Vorrecht der Regierung auf Information kämpfen. US-Medien sprachen von einem "historischen Zweikampf" zwischen Regierung und Kongress: Die GAO hat in ihrer 80-jährigen Geschichte noch nie einen Vertreter der Exekutive verklagt. Regierung will weiter mauern Die Ermittler hatten bislang vergeblich versucht, Aufschluss über Gespräche von Vize-Präsident Dick Cheney mit Enron-Managern im Vorfeld der größten Firmenpleite der US-Geschichte zu erhalten. Stanzel kritisierte, die GAO übertrete mit Einreichung der Klage ihre Befugnisse und Kompetenzen. Die Regierung sei zuversichtlich, einen möglichen Prozess zu gewinnen. Der Zusammenbruch des Energie-Handelskonzerns Enron nach jahrelangen Bilanztricks ist die größte Firmenpleite in der Geschichte der USA. Der Energiekonzern hatte sich im Dezember überraschend unter das schützende Dach des US-Konkursrechts geflüchtet und Gläubigerschutz beantragt. Der Firmenkollaps zog politische Kreise, weil die Regierung von Bush offenbar vorzeitig informiert worden war. Mehrere Ausschüsse des US-Kongresses sind an den Untersuchungen beteiligt. AFP; Foto: AP |
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Zuletzt geändert am 23. Februar 2002 17:36 von jo |
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