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Mazedonien: Neue Angriffe der Rebellen

Bundeswehr zieht Soldaten ab

Tetovo - Die Bundeswehrführung zieht deutsche Versorgungseinheiten der Friedenstruppe KFOR aus dem Krisen-Staat Mazedonien ab. Gleichzeitig wird das deutsche KFOR-Kontingent um rund 170 Soldaten einer Panzer-Artillerie-Batterie aus Dülmen (Nordrhein- Westfalen) verstärkt. Dies teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag in Berlin mit.

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Die Soldaten würden aus Tetovo in das Kosovo verlegt, bestätigte der deutsche KFOR-Sprecher Hauptmann Hans Günther Bender in Tetovo. In der Nacht hatten mazedonische Truppen erneut Dörfer sowie Stellungen albanischer Rebellen angegriffen und mindestens zehn Albaner verletzt. Bei Gegenangriffen der Rebellen geriet erneut auch das deutsche Feldlager in Tetovo unter Feuer.

"Was von hier verlegt wird, ist die Transportkomponente und die Instandsetzungskomponente", sagte Bender. "Der erste Transport ist schon gelaufen." Wie die 170 Soldaten letztlich eingesetzt werden, entscheide der Kommandeur des deutschen Heereskontingents der KFOR, sagte der Sprecher. Die Ausrüstung der Soldaten - mehrere Panzer- Haubitzen - sei bereits in Prizren im Kosovo. Deutschland komme mit der Verstärkung einer NATO-Bitte nach, sagte der Sprecher. Fallschirmjäger aus einem saarländischen Standort hielten sich bereit, um bei Bedarf ebenfalls in die Krisenregion zu fliegen. Dies geschehe möglicherweise "in den kommenden Tagen", sagte der Sprecher.

Querschläger beschädigten Unterkunft

In der Gegend von Tetovo gab es neue Gefechte zwischen albanischen Freischärlern und mazedonischen Regierungstruppen. Rebellen hätten aus den Bergen in die Kaserne in Tetovo geschossen, in der nach wie vor etwa 140 Bundeswehrsoldaten stationiert sind. Querschläger hätten die Unterkunft der Bundeswehrsoldaten beschädigt. Es habe allerdings keine Verletzten gegeben.

Deutsche Soldaten der Friedenstruppe KFOR behandeln im Feldlager der Kosovo-Stadt-Prizren zehn durch Splitter verletzte Albaner, die in der Nacht bei mazedonischem Beschuss verletzt worden waren. Die Verletzten seien am Freitag von ihren Familien aus Dörfern bei Tetovo über die Grenze nach Prizren in das Kosovo gebracht worden, sagte Bender.

dpa - Archivfoto: dpa

Geändert am 23. Maerz 2001 16:08 von aj
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