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Zugunglück: Ablauf noch unklar50 Millionen Mark Schaden - Bergung der LokomotiveBrühl/Köln - Auch vier Tage nach dem Zugunglück von Brühl sind die Ursachen und der Unfallablauf noch nicht eindeutig geklärt. Den Versicherungsschaden der Katastrophe mit acht Toten schätzt die "Kölnische Rück" auf rund 50 Millionen Mark. Der Großteil dieses Betrages entfalle auf die Haftpflichtversicherung, berichtete das Rückversicherungsunternehmen am Donnerstag in Köln. Die Deutsche Bahn hat nach eigenen Angaben noch keine Kosten ermittelt. Im Bahnhof von Brühl wurde unterdessen die in ein Wohnhaus geraste Lokomotive geborgen.
Die Kölner Staatsanwaltschaft prüft zurzeit die Anweisungen für die Züge, die vor dem Nachtexpress D203 Amsterdam-Basel die spätere Unfallstelle durchfahren hatten. Auch die Lokführer der zehn in Frage kommenden Züge würden zu ihren schriftlichen Fahranweisungen und der Signalstellung vernommen, berichtete die Oberstaatsanwältin Regine Appenrodt in Köln. Der Unglückszug war nach einem Baustellenbereich im Bahnhof Brühl wegen viel zu hoher Geschwindigkeit an einer Weiche aus den Schienen gesprungen. Ermittlung gegen LokführerNach Angaben von Appenrodt wird weiter nur gegen den 28 Jahre alten Lokführer wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Weitere Beschuldigte gebe es zurzeit nicht, es lägen bislang keine Hinweise auf ein Verschulden anderer vor. Ermittelt werde jedoch in alle Richtungen. Der Lokführer, der nach seiner Prüfung fünf Jahre Loks bei der Hafen- und Güterverkehr Köln (HGK) gefahren hatte, will sich zur Katastrophe nur über seine Anwältin schriftlich äußern. Zu Berichten, dass eventuell ein falsches Signal den Lokführer zur Beschleunigung auf 122 Stundenkilometer verleitet haben könnte, sagte die Oberstaatsanwältin, es "wäre ja fatal", bewegliche Signale zu verwenden. Aufräumarbeiten vor dem AbschlussUnterdessen stehen die Aufräumarbeiten in Brühl vor dem Abschluss. Als letztes Wrackteil wurde am Mittag die 84 Tonnen schwere Lokomotive von zwei Kränen angehoben, auf ausgelegte Stahlplatten gehievt und von dort dann mit Hilfe von Schienenkränen wieder aufs Gleis gehoben. dpa - Foto: dpa
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| Geändert am 10. Februar 2000 14:17 von aj | ||||||