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Leserbrief

Stichwort: Schallmauer

Hamburg (dpa) - Vor genau 50 Jahren hat der amerikanische Pilot Charles Yeager am Dienstag als erster Mensch in einem Flugzeug vom Typ "Bell X-1" die Schallmauer durchbrochen. Der Begriff Schallmauer bezeichnet bildhaft die Phänomene, die mit dem Überschreiten der Schallgeschwindigkeit bei Flugzeugen und Flugkörpern - und jetzt erstmals mit einem Raketenauto - auftreten. Je schneller ein Körper bewegt wird, desto stärker wirkt sich der Luftwiderstand aus. Das beeinträchtigt die Stabilität, die Steuerbarkeit und bei Flugkörpern den Auftrieb.

Erreicht ein Körper eine Geschwindigkeit, die größer ist als die des Schalls, durchbricht er die Schallmauer. Dabei wird die zuvor entstandene kegelförmige Druckwelle durchbrochen. Es entsteht ein Verdichtungsstoß, der als Überschallknall wahrgenommen wird. Dieser Knall kann am Boden so stark sein, daß Fensterscheiben zerbrechen.

Die Schallmauer, die unter anderem nach Höhenlage und Temperatur variiert, liegt bei ca. 1.200 Kilometern pro Stunde. Sie wird Mach-1 genannt. Die Bezeichnung würdigt die Forschungen des österreichischen Physikers und Philosophen Ernst Mach, der in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die theoretischen Grundlagen für die Überschallgeschwindigkeit erforscht und beschrieben hat.


Letzte Änderung: 15.10.1997 00:02 von aj