Neues "Neanderthal-Museum"Moderne Technik soll Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft darstellenDüsseldorf/Mettmann (dpa) - Ein der Geschichte der Menschheitsentwicklung gewidmetes "Neanderthal-Museum" haben Bundespräsident Roman Herzog und Nordhrein-Westfalens Ministerpräsident Johannes Rau (SPD) am Donnerstag bei Düsseldorf eröffnet. Unweit der historischen Fundstelle, an der vor 140 Jahren erstmals die Überreste eines Neandertalers entdeckt wurden, will das mit modernster Technik ausgestattete Haus die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der menschlichen Art darstellen.
Auskunft auf KnopfdruckDer geschichtliche Brückenschlag des Museums reicht vom gut eine Million Jahre alten Faustkeil eines Frühmenschen über die Welt des Neandertalers, der vor etwa 150 000 bis 30 000 Jahren lebte, bis zum heutigen PC. Auf Knopfdruck gibt es Auskünfte über Werkstoffe und Industrien künftiger Mikro- und Biotechnik.
Schädel nach Methoden der Gerichtsmedizin rekonstruiertNahezu lebensecht wirkende Figuren früherer Menschenarten, nach modernsten Methoden der Gerichtsmedizin aus Schädelfunden rekonstruiert, stehen zwischen Modellen, Bildschirmen und Schautafeln. Der Rundgang, der sich in dem vom österreichischen Avantgarde-Architekten Günter Zamp Kelp entworfenen Haus über eine Rampe stetig nach oben schraubt, verknüpft die biologische und kulturelle Entwicklungsgeschichte des Menschen. Das vom Kreis Mettmann getragene, für rund 17,5 Millionen Mark von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung und einem Energiekonzern (RWE AG) errichtete "Neanderthal Museum" ersetzt künftig ein in den 30er Jahren eröffnetes kleineres Museum im Neandertal. |