• Direktkandidat Wahlkreis 7

    Familientradition: Frank Schöberl tritt für die FDP an

    Eine „Familientradition“ wird „übertroffen“: Frank Michael Schöberl (60) kandidiert als FDP-Direktkandidat für den Wahlkreis 7 Diez-Nassau. Sein Vater, Franz, war für die FDP 20 Jahre lang ehrenamtlicher Beigeordneter im Rat der Verbandsgemeinde (VG) Diez und 10 Jahre lang im Stadtrat. Für den Landtag kandierte er jedoch nie. Frank Schöberl wiederum ist seit 2019 im Diezer Stadtrat und seit 2021 im VG-Rat aktiv, im Letzteren auch als Fraktionsvorsitzender. Außerdem gehört er dem Haupt- und Finanzausschuss der VG an. Bei einer Tasse Kaffee im Café Bemmerer spricht er nun über die Landtagskandidatur, seine politischen Ziele und seinen Werdegang. Seit 30 Jahren arbeitet der gebürtige Diezer und Diplom-Volkswirt für eine Baufirma in Montabaur, dort ist er Prokurist und kaufmännischer Niederlassungsleiter. Der Ruf in die Politik ereilte ihn relativ spät, als sich sein Vater aus der Kommunalpolitik zurückzog. Dann hieß es aber auch gleich „ganz oder gar nicht“ und es ging sofort in den Stadtrat. Eine „passive Mitgliedschaft“ stand nie zur Debatte. Als „Mann der Wirtschaft“ – sowohl vom Studium als auch von der Berufserfahrung her – stehen für den Landtagskandidaten Schöberl selbstredend wirtschaftliche Themen im Vordergrund. „Das wirtschaftliche Wachstum ist Voraussetzung für unseren Wohlstand, unsere sozialen Sicherungssysteme und für unser Bildungssystem.“ Künstliche Intelligenz (KI) sieht er einerseits als Schlüssel zur Innovation und mehr Wettbewerbsfähigkeit an. Andererseits sollte man KI auch mal hinterfragen und nicht „blind“ vertrauen, so die Mahnung.

  • Vortrag am 10. Februar

    Jean Asselborn wirbt in Bad Marienberg für Europa

    Wenn der frühere luxemburgische Außenminister Jean Asselborn am Dienstag, 10. Februar, im Bad Marienberger Europahaus seine neue Biografie „Die Tour seines Lebens“ aus der Feder des Trierer Journalisten Michael Merten präsentiert (Verlag Berg & Feierabend), bildet nicht nur der Veranstaltungsort einen Bezug zum Westerwald. Denn an dem Erscheinen des Buchs war auch ein aus Hachenburg stammender Journalist und Autor beteiligt: Daniel Schönwitz, der mittlerweile in Düsseldorf lebt und arbeitet, hat die Publikation lektoriert. Wir haben vor seinem Besuch in der Region mit dem 76-jährigen Asselborn gesprochen. 1. Willy Brandt hat gesagt: „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“. Nach zwei verheerenden Kriegen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit 80 Millionen Toten ist die EU seit Jahrzehnten der Garant für Frieden zwischen den Mitgliedstaaten.

  • Kritik am Stadtvorstand

    Warum darf in Koblenz doch früher plakatiert werden?

    Die FDP in Koblenz ist sauer: Fünf Tage, bevor die Parteien am Freitag mit dem Aufhängen von Wahlplakaten für die Landtagswahl am 22. März starten dürfen, hat der Stadtvorstand den Plakatierungsbeginn von 17 Uhr auf 15.30 Uhr vorverlegt. Vertreter der FDP sehen vor allem in der Kurzfristigkeit ein Riesenproblem. Gegenüber unserer Zeitung macht Kreisvorsitzender Sven Schillings deutlich: „Dies ist eine starke Verzerrung der Chancengleichheit, da die besten Standorte dann bereits belegt sind.“ Aber was ist überhaupt los? Dazu lohnt sich ein Blick in die Wahlwerbungssatzung der Stadt. Die besagt, dass in Koblenz sechs Wochen vor einer Wahl Plakate im öffentlichen Raum aufgehängt werden dürfen. Weiter heißt es in der Satzung: „Die konkrete zeitliche Bestimmung des Plakatierungsbeginns (Datum, Uhrzeit) obliegt der Verwaltung.“

  • Schließung im September?

    GKM-Gesellschafter bereit zu Verhandlungen mit Boppard

    Am Dienstagabend beschloss die Gesellschafterversammlung des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein (GKM) die Schließung des Heilig-Geist-Krankenhauses in Boppard zum 30. September dieses Jahres. Ein Vorbehalt wurde dabei jedoch ausdrücklich offen gehalten: „Sollte die Stadt Boppard bis zum 2. März 2026 bestimmte zentrale Voraussetzungen erfüllen, werden die Gesellschafter dem Stadtrat Koblenz und dem Kreistag Mayen-Koblenz vorschlagen, in ihren März-Sitzungen den Schließungsbeschluss zu revidieren“, heißt es in einer Pressemitteilung des GKM. „Die Stadt Boppard hat vergangene Woche ein sehr wichtiges Signal gesendet und angeboten, in den Jahren 2026 und 2027 bis zu zwei Millionen Euro der Verluste des Heilig Geist zu übernehmen“, erklärt David Langner (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Koblenz und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung. Voraussetzung für einen Weiterbetrieb des Heilig-Geist-Krankenhauses sei, dass die Stadt Boppard einen Betrauungsakt „offiziell und ohne weitere Bedingungen beschließt“. Ziel soll es sein, mit dem GKM und den Verantwortlichen vor Ort eine spezielle Gesellschaft für den Standort Boppard zu gründen, sagt Langer gegenüber unserer Redaktion. „Es geht nicht darum, dass die Stadt Boppard und/oder der Rhein-Hunsrück-Kreis Gesellschafter am GKM werden soll(en), sondern dass diese gemeinsam mit den GKM-Gesellschaftern ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, in dessen Betrieb das Heilig Geist spätestens zum 1. Januar 2028 übergeht“, konkretisiert Marko Boos (SPD), Landrat des Kreises MYK und stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung. „Wir wollen endlich eine Dauerlösung und dazu gehört auch ein dauerhaftes Verantwortungsbewusstsein aller Akteure.“

  • Nach Beschluss in Koblenz

    GKM will Heilig Geist schließen: Lage wohl aussichtslos

    Die Gesellschafter des Gesellschaftsklinikums Mittelrhein (GKM) haben in ihrer Sitzung am Dienstag, 3. Februar, die Schließung des Standorts Heilig Geist in Boppard zum 30. September 2026 beschlossen – allerdings unter Vorbehalt. Sollte die Stadt Boppard bis zum 2. März 2026 zentrale Voraussetzungen erfüllen, können Stadtrat Koblenz und Kreistag Mayen-Koblenz den Beschluss noch einmal überdenken. Das teilt das GKM in einer Pressemitteilung mit. Eine dieser Voraussetzungen ist die Übernahme von Trägeranteilen. Allein: Das haben sowohl der Rhein-Hunsrück-Kreis als auch die Stadt Boppard längst deutlich abgelehnt. „Die Stadt Boppard hat vergangene Woche ein sehr wichtiges Signal gesendet und angeboten, in den Jahren 2026 und 2027 bis zu zwei Millionen Euro der Verluste des Heilig Geist zu übernehmen“, erklärt David Langner, Oberbürgermeister der Stadt Koblenz und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung. Entscheidend sei für die Gesellschafter nun, dass die Stadt einen Betrauungsakt offiziell und ohne weitere Bedingungen beschließt.

  • Nachbarschaft von JVA Diez

    Limburger Häftlingsflucht: Was tun Polizei und Justiz?

    Nicht zu übersehen oder zu überhören war Ende Januar ein sogenannter „öffentlichkeitswirksamer Einsatz“ der Polizei im hessischen Limburg. Denn diese suchte mit Unterstützung von Bereitschaftspolizei und eines Hubschraubers nach einem nach einer Behandlung im Limburger Krankenhaus entwichenen Strafgefangenen. In der Erstmeldung rief die Polizei die Bevölkerung auf, „im Raum Limburg keine Anhalter mitzunehmen“ und bei „verdächtigen Wahrnehmungen“ die Telefonnummer 110 zu wählen. Nähere Angaben, in welcher Einrichtung der Strafgefangene untergebracht war, fehlten zunächst. Ein Anruf dieser Zeitung bei der Leitung der Justizvollzugsanstalt (JVA) Diez ergab, dass es sich um keinen dort untergebrachten Strafgefangenen handelt. Denn das Limburger Krankenhaus befindet sich quasi in Sichtweite der rheinland-pfälzischen JVA. Am nächsten Tag veröffentlichte schließlich die Vitos Weil-Lahn eine Pressemitteilung zum Vorfall. Demnach handelte es sich bei dem Geflüchteten um einen 28-jährigen Patienten aus der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie in Hadamar. Dieser war laut Vitos „nach einer ambulanten medizinischen Behandlung in der unfallchirurgischen Ambulanz des St. Vincenz-Krankenhauses in Limburg entwichen“. Die Polizei leitete sofort nach der Flucht eine Suche im Großraum Limburg und die Fahndung ein, so die weitere Darstellung.

  • Großprojekt in Montabaur

    Richtfest markiert guten Fortschritt des Schulneubaus

    „Wichtig war uns bei der Umsetzung eine zeitgemäße, energieeffiziente und nachhaltige Bauweise. Gleichzeitig galt es Lösungen zu finden, um erfolgreiches Lernen in der Schule gemäß dem neuesten Erkenntnisstand zu ermöglichen, etwa durch flexible, offene Lernbereiche“, erklärte der Landrat das zukunftsweisende Konzept der neuen Anne-Frank-Realschule plus in Montabaur. „Das größte Bauprojekt des Westerwaldkreises der letzten Jahrzehnte – der Neubau der Anne-Frank-Realschule plus in Montabaur – macht gute Fortschritte.“ Mit dieser positiven Nachricht hatte der Westerwaldkreis als Schulträger zum Richtfest im Schulzentrum der Kreisstadt eingeladen. Gemeinsam mit den Menschen, die ihren Anteil am Gelingen des Projektes haben, hat Landrat Achim Schwickert das Richtfest gefeiert. Sie alle wurden von der festlich geschmückten Richtkrone begrüßt, die hoch über dem Rohbau am Kran angebracht war. In Vertretung des kurzfristig erkrankten Architekten stellte Bauleiter Roman Kämpf die besonderen Merkmale des Neubaus vor.

  • Beratungsgespräche bei ZF

    Umzug nach Niederzissen bleibt Ziel der Arbeitnehmer

    Die ZF-Unternehmensführung, die Vertreter der Gewerkschaft IG Metall und der Betriebsrat des ZF-Werks in Ahrweiler gehen am Freitag, 6. Februar, in das nächste Beratungsgespräch. Thema wird unverändert sein, unter welchen Voraussetzungen der Umzug von Ahrweiler in das neue Werk in Niederzissen gelingen kann. Wie unsere Zeitung berichtet hatte, hegte die Unternehmensführung zuletzt Zweifel daran, ob ein wirtschaftlicher Betrieb am neuen Standort möglich ist, und stellte den Umzug infrage. Am aktuellen Stand hat sich laut Betriebsratsvorsitzendem Michael Quirmbach vor dem neuerlichen Beratungstermin noch nichts geändert. Aus Sicht der Beschäftigten bleibt aber weiterhin von Interesse, wie die Unternehmensführung die von der Belegschaft unterbreiteten Vorschläge bewertet, die zum großen Teil auf einen wirtschaftlichen Betrieb des neuen Werks zielen.

  • Breitensport in Breitenheim

    TuS ehrt seine Mitglieder in Jahreshauptversammlung

    Breitensport – das ist die passende Bezeichnung für das sportliche Angebot, das die Mitglieder unterschiedlicher Altersgruppen im TuS Breitenheim nutzen können. Und was der TuS dazu noch an Freizeitaktivitäten bietet, wie Kappensitzung und Showtanzabend im Wechsel, Teilnahme am Kerweumzug, Kulinarische Wanderung, Kindersachenbasar und mehr ist ebenfalls bemerkenswert für eine Gemeinde mit gerade einmal knapp 400 Einwohnern. Aus den Berichten von Alexandra Osterritter und der Übungsleiter waren in der Jahreshauptversammlung ersichtlich, was sich in dem 323-Mitglieder-Verein um die Vorsitzende Kerstin Möllendick und Team auch neben dem Sportangebot so abspielt: Jahresausflug, Werbeabend, Vortrag Gesundheitsförderung, Beachparty, Arbeitseinsätze und Aufräumaktionen. Im sportlichen Bereich gibt's Kinderturnen und eine neue Kindertanzgruppe, Eltern-Kind-Treff, Sensibilitätsgymnastik, Rückenfit, Step-Aerobic, Soft-Reha, Walker-Treff, Rad-Club und E-Bike-Treff, Walking Football, AH-Training und mehr. Die nächsten Termine des TuS sind die 10. Tanzshow am Samstag, 7. März, sowie das erste Kindertanzgruppentreffen am Sonntag, 8. März. Der Kindersachenbasar findet am 11. April statt. Außerdem ist ein FamilyFunDay beim Motorradclub am 31. Mai in Planung.

  • Fastnacht in Seibersbach

    Beeindruckende Tänze und Raketen der Stimmungskanonen

    Geheimnisvolle Wesen aus der magischen Welt von Harry Potter waren auf der Fastnacht der „Dorfschelle“ allgegenwärtig. In der proppenvollen Ausoniushalle präsentierte Alexander Roth karnevalistische Glanzlichter, die etliche „Raketen“ provozierten. Als kleine Zauberer erschienen die „Zuckermäuse“, und in die Schule der magischen Tiere entführten die tanzenden Dorfkinder, die ebenso begeisterten wie die Jugendgarde, die einen mitreißenden Gardetanz zeigten, wie natürlich auch die feschen Mädels der „Großen Garde“. Akrobatik pur zelebrierten die vier Tanzmariechen Amelie Roth, Marla Großmann sowie Michelle und Lara Klumb, und eine italienische Nacht zauberte das Männerballett herbei. Dafür gab es Szenenapplaus, den auch die Tänzerinnen der „Xplosion“ und der „Delirium“ erhielten, die mit ihrer ästhetischen Performance einfach begeisterten. Optische Leckerbissen servierte die Gruppe „Aventura“, die zur Musik aus „The greatest Showman“ über die Bühne wirbelte.

  • Haushalt in Ransbach-Baumbach

    Verkäufe in Fuchshohl II sollen Stadt Geld einbringen

    „Der Haushalt ist – wie in den vergangenen Jahren auch schon – kein Grund zur Freude.“ So fasst RaBaB-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Schuld die Situation kurz und knapp zusammen. Dennoch hat der Stadtrat von Ransbach-Baumbach den Etat 2026 einstimmig verabschiedet. So sehen die Zahlen im Einzelnen aus: Der Ergebnishaushalt schließt mit einem Fehlbetrag von 430.950 Euro ab. Der Finanzhaushalt beinhaltet den positiven Saldo der ordentlichen und außerordentlichen Ein- und Auszahlungen von 202.200 Euro. 3.453.000 Euro an Investitionen sind geplant. Dem stehen Investitionseinzahlungen von 2.641.500 Euro gegenüber, sodass hier im investiven Teil ein Fehlbedarf von 609.300 Euro entsteht.

  • Superbowl-Nacht am Sonntag

    Neue Sportsbar in Altenkirchen: Das erwartet die Gäste

    Seit dem 31. Januar gibt es nun in Altenkirchen mit der „Seitenlinie“ die erste Sportsbar in der Kreisstadt. Eröffnet haben die Bar die beiden Gastronomen Ante Kelava und seine Schwester Stana Thomas, die seit vielen Jahren erfolgreich das „Deutsche Haus“ in der Fußgängerzone führen. Mit der „Seitenlinie“ hat sich der sportbegeisterte Ante einen lang gehegten Traum erfüllt. Die Idee für ein solches Konzept beschäftige ihn schon seit Langem, verrät Ante Kelava. Aber immer sei irgendetwas dazwischen gekommen. Letztes Jahr aber habe er dann den Entschluss gefasst, nicht nur zu träumen, sondern seinen Traum auch in die Tat umzusetzen. Seine Schwester Stana, die mit ihm das Deutsche Haus betreibt, war ebenfalls begeistert. Gemeinsam suchten die beiden also nach einem geeigneten Objekt und fanden es in den Räumlichkeiten der nun geschlossenen Kneipe G9 in der Mühlengasse.

  • In Hochstraße und Ringstraße

    Bald mehr Tempo-30-Zonen in Bad Kreuznach

    In absehbarer Zeit wird es im Bad Kreuznacher Stadtgebiet mehr Zonen geben, in denen maximal 30 Stundenkilometer schnell gefahren werden darf. Das kündigt die Stadtverwaltung in einer Pressemeldung an. Betroffen sind mit Hochstraße und Ringstraße zwei Verkehrsadern, die viel befahren werden. Ab wann genau die Regelung gelten soll, kommt dabei nicht heraus – „in Kürze“ ist die Formulierung. Die Stadtverwaltung spricht dabei von einem „Lückenschluss“, der nun vollzogen werde. Die einheitliche Geschwindigkeitsregelung in den Straßen, in denen es bislang unterschiedliche Zonen gibt, solle für mehr Sicherheit sorgen.

  • Direktkandidat Wahlkreis 23

    Eric Achtermann (FDP) fühlt sich als Außenseiter wohl

    Politik gehörte für Eric Achtermann irgendwie immer schon zum Leben dazu. „Mein Vater war mehr als 40 Jahre lang Tourismuschef in Bernkastel-Kues“, erzählt er im Gespräch mit unserer Zeitung. „Da haben wir schon viel aus der Stadtpolitik mitbekommen.“ Aber dass er selbst einmal in diesem Betrieb mitmischen würde, daran hat der heute 55-Jährige aus Bernkastel-Kues, Direktkandidat der FDP im Wahlkreis 23, lange Zeit keinen Gedanken verschwendet. Bis die Sache mit dem Spielplatz passierte. Das war vor gut 15 Jahren. Besagter Spielplatz liegt in Achtermanns Nachbarschaft – und er soll verkauft und neu genutzt werden. Achtermann unterschreibt eine Petition gegen das Vorhaben, und als die Kommunalpolitik das Thema auf die Tagesordnung setzt, sitzt er im Zuschauerraum. „Das war meine erste Stadtratssitzung.“

  • Nach Kündigung zweier Ärzte

    Lösung für Kinder- und Jugendpsychiatrie gefordert

    Wie geht es weiter in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) in Altenkirchen? Diese Frage beschäftigt derzeit viele, nachdem Chefarzt Andreas Vidal und sein Stellvertreter Torsten Brömel ihre Kündigung eingereicht haben. Nach Informationen unserer Zeitung laufen derzeit Gespräche. Ob die Zeichen auf Trennung oder auf Weiterbeschäftigung stehen? Die Beteiligten schweigen. Auch die Gründe für die Kündigungen bleiben im Unklaren. Geht es um Gehälter, um Arbeitsbedingungen, um die personelle oder technische Ausstattung? Keiner spricht darüber. Aber sowohl die Diakonie in Südwestfalen, nach der DRK-Doppelinsolvenz nun neuer Träger der Einrichtung am Leuzbacher Weg, als auch Landrat Peter Enders haben sich gegenüber unserer Zeitung optimistisch geäußert, dass eine Lösung gefunden wird. Das Thema KJP und der damit verknüpfte Sicherstellungsauftrag des Landes für eine Versorgung der jungen Menschen in den Kreisen Altenkirchen und Westerwald beschäftigt aber auch die Parteien vor Ort. So meldet sich die SPD-Fraktion im Kreistag Altenkirchen zu Wort und äußert Besorgnis. „Hinweise aus dem Kreis der Beschäftigten und von Betroffenen deuten auf strukturelle und organisatorische Probleme hin, die aus Sicht der SPD zeitnah und transparent aufgeklärt werden müssen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

  • Karneval in Koblenz

    Heimspiel für den „närrischen Zeitungsjung“ 

    Närrischer Besuch mit echtem Heimvorteil: Der Koblenzer Karnevalsprinz Oli und seine Confluentia Ricarda waren zu Gast beim Prinzenempfang des Mittelrhein-Verlags. Für Prinz Oli war es mehr als ein Pflichttermin der Session: Unter seinem Beinamen „der närrische Zeitungsjung“ regiert er zwar aktuell das Koblenzer Karnevals-Volk, im Alltag jedoch ist er als Geschäftsführer der Mittelrhein LastMile an der Spitze der Logistikgesellschaft des Verlagshauses tätig. Gefeiert wurde also mitten im Kollegenkreis. „Das ist etwas ganz Besonderes hier“, ließ Prinz Oli denn auch verlauten – und Confluentia Ricarda ordnete freundlich aber bestimmt an: „Ab sofort macht der Alltag ein wenig Pause.“ Gemeinsam brachte das Prinzenpaar Karnevalsstimmung in das Druckzentrum und zeigte, dass Führungsstärke, Frohsinn und Olau bestens zusammenpassen. Ein Prinzenempfang, bei dem Arbeit und Brauchtum charmant verschmolzen. red

  • Pfaffendorfer Brücke Koblenz

    Der Minister will auch wissen, ob es irgendwo „hakte“ 

    Mitunter schwankt der weit in den Rhein ragende Steg. Es schneit, als Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), begleitet von Oberbürgermeister David Langner (SPD), dem städtischen Tiefbauamtsleiter Kai Mifka und dem CDU-Landtagskandidaten Philip Rünz – er hatte den Minister eingeladen –, Presse und Ministertross mitten über dem Rhein die Baustelle Pfaffendorfer Brücke besichtigt. Der OB dankt dem Besuch aus Berlin für das Interesse an dieser „ganz großen Maßnahme für die Stadt Koblenz mit einem Kostenvolumen von 181 Millionen Euro“. Abzüglich der Landesförderung von 65 Prozent der anrechnungsfähigen Kosten muss die Stadt immer noch einen enormen Batzen schultern. Langner betont auch, es sei bis jetzt gelungen, den Verkehr trotz der Baustelle fließen zu lassen, es gebe morgens und abends keine großen Staus. Mifka ergänzt, dass es anspruchsvoll sei, ein solches Megaprojekt mitten in der Stadt zu bauen. Der Tiefbauamtsleiter begründet den nicht so bequem zu erreichenden Aussichtspunkt: „Hier sieht man den technisch spannenden Teil von Stahl- und Wasserbau.“ Bei der Pfaffendorfer Brücke handele es sich um die größte kommunale Infrastrukturmaßnahme im nördlichen Rheinland-Pfalz. Mifka fügt an: „Technisch ist das hier das absolute Nonplusultra.“ Die Brücke mit 40.000 Fahrzeugen täglich sei die einzige am Rhein, die für alle Verkehrsteilnehmer zugelassen ist.

  • Närrische Idee zu Karneval

    Fließt aus der alten Brauerei Senhals bald wieder Bier?

    Pollz Mollz, Royal Hopp und Käller Nass, so sollen die drei Biersorten heißen, die zukünftig in der ehemaligen Brauerei in Senhals gebraut werden. Zumindest, wenn es nach Mesenichs ehemaligem Karnevalsprinz Paul Denneman geht. Beim Mesenicher Fastnachtsumzug können Zugzuschauer das kühle Bräu auf jeden Fall schon einmal verkosten. Vor zwei Jahren hat Paul Denneman selbst das närrische Zepter in seiner zweiten Heimat in Mesenich geschwungen. Schon als Kind war er oft mit seinen Eltern an der Mosel zu Gast. Seit 20 Jahren besitzt der selbstständige Unternehmer aus Eindhoven ein Ferienhaus im Ort und kommt mit seiner Frau regelmäßig her. Als Peter Haase, ehemaliger Ortsbürgermeister, vor Jahren die Brauereiruine kaufte und einen Förderverein zu deren Erhalt gründete, stand für Denneman schnell fest, dass er sich dort engagieren wollte. „Ich trinke nämlich auch sehr gerne Bier“, gesteht er. Nicht zuletzt ist das auch der Grund, weshalb der 62-Jährige in seiner Freizeit zum Hobbybierbrauer wurde. Drei Sorten selbst gebrautes Mesenicher Karnevalsbier wird er beim Fastnachtsumzug verteilen. Eppinger Bräu wird auf den Etiketten zu lesen sein, als Anspielung darauf, dass Karl-Heinz Alteepping die Ruine jüngst gekauft hat.

  • Opfer ist aus Idar-Oberstein

    Nach Sturz in die Nahe: Mann wurde noch nicht gefunden

    Bei dem 63-Jährigen, der am Donnerstag, 29. Januar, bei Bad Sobernheim in die Nahe gefallen ist, handelt es sich um einen Mann aus Idar-Oberstein. Das teilte die Kripo Bad Kreuznach auf Nachfrage mit. Die Suche nach dem Verunglückten ist am Freitag vergangener Woche eingestellt worden. Nachdem ein zweiter Tag der Suche kein Ergebnis brachte, wären alle weiteren Anstrengungen, den Mann zum jetzigen Zeitpunkt noch finden zu wollen, vergebens, teilt die Kriminalpolizei auf Nachfrage mit. Von dem Mann fehlt nach wie vor jede Spur. „Es wäre die Suche nach der Nadel im Heuhaufen“, sagt Marcus Metzner, Erster Kriminalhauptkommissar, dazu. Es sei davon auszugehen, dass die Leiche des Mannes angespült und dann zufällig gefunden wird. Die derzeit starke Strömung, das sehr trübe Wasser und die Winterwitterung würden weitere gezielte Versuche, den Toten jetzt noch zu finden, unmöglich machen. „Wir warten, dass er irgendwo auftaucht“, so Metzner weiter.

  • Nach Genehmigungs-Zoff

    Kita-Bau: Großer Tag für kleine Bauarbeiter in Dahlheim

    Lange haben die Gemeinden und ganz besonders die Kinder darauf gewartet, nun lassen sich die Ausmaße bereits so langsam erahnen: Die Rede ist von der neuen Kita, die in Dahlheim gebaut wird. „Das wird eines der sichersten Gebäude in der Gemeinde“, sagt Dahlheims Ortsbürgermeister Marco Jost. Und das ist sein voller Ernst: Die Betonwände, die auf dem Bauplatz emporragen und einen ersten rudimentären Eindruck von der künftigen Größe geben, sind für die Erdbebensicherheit zuständig. Auf der 25 mal 50 Meter großen Bodenplatte türmen sich rund fünf Lkw-Ladungen gedämmte Bims-Hohlblocksteine, eine kleine Mauer ist bereits errichtet. Sie wird an diesem Tag eine besondere Funktion haben. Doch die Hauptrolle spielen natürlich die Kitakinder, die in gelb strahlenden Warnwesten und mit Bauhelmen ausgestattet den Weg zum Bauplatz hochwandern. Denn an diesem Morgen soll eine Zeitkapsel in die Grundmauer der neuen Kita eingelassen werden. Mit der Hilfe von Marco Jost befüllt Kitakind Piet die Zeitkapsel mit der ersten Bauzeichnung des neuen Gebäudes, von allen Kitakindern mit Fingerabdruck oder Namen unterschrieben, der Fördergeldzusage für die Baumaßnahme und einer aktuellen Ausgabe der Rhein-Lahn-Zeitung und des Amtsblatts. Souverän meisterte Piet seine Aufgabe und versenkte die silbern glänzende Röhre in den Hohlblocksteinen.

  • Polizei Koblenz sucht Zeugen

    Zwei Autos kollidieren in Metternich

    Zu einem Verkehrsunfall ist es am Dienstag gegen 17.40 Uhr im Einmündungsbereich Weinackerweg und Bubenheimer Weg in Metternich gekommen. Glücklicherweise wurde laut Polizei niemand verletzt, die beiden beteiligten Autos wurden jedoch erheblich beschädigt. Ein 25-jähriger Fahrzeugführer wollte der Vorfahrtstraße aus dem Weinackerweg kommend in Richtung Bubenheimer Weg folgen. Ein 20-jähriger Autofahrer befuhr den Bubenheimer Weg aus Richtung Ikea kommend und wollte den Einmündungsbereich queren, um weiter in Richtung Trierer Straße zu fahren. Unmittelbar vor der Kollision bogen drei Fahrzeuge vom Bubenheimer Weg, aus Richtung Trierer Straße kommend, nach links in den Weinackerweg ab und missachteten dabei die Vorfahrt. Hierdurch entstand laut Polizei im Einmündungsbereich eine für die beiden vorgenannten Autofahrer eine unklare Verkehrslage mit Sichtbehinderung. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum Unfallgeschehen sowie zu den Verkehrsteilnehmern machen können, die die Vorfahrt missachtet haben. Die Polizeiinspektion Koblenz-Metternich nimmt Hinweise unter Tel. 0261/10354230 entgegen.

  • Rhein-Hunsrück – Die Kolumne

    Und plötzlich starrte mich vom Straßenrand eine Maus an

    Nichts ahnend machte ich mich gestern auf den Weg zu einem Termin in den Hunsrück. Als ich losfuhr, war der Himmel grau und Wolken verdeckten die Sonne. Die Sicht war klar. Je näher ich den Höhen des Hunsrücks jedoch kam, desto schlechter wurde die Sicht. Es wurde immer nebliger und schnell konnte man die Hand vor Augen nicht mehr sehen. Sobald ich allerdings Richtung Boppard-Buchholz abbog, lichtete sich die graue Masse und die Sonne kam sogar zum Vorschein. Das war mein Glück. Denn wäre der Nebel nicht plötzlich verschwunden, hätte ich mich nicht über das amüsiert, was nun zum Vorschein kam. Bei einigen Häusern stapelten sich am Straßenrand Möbel und andere Utensilien. In den nächsten Tagen schien also der Sperrmüll abgeholt zu werden. Erst einmal nichts Ungewöhnliches.

  • Kritische Infrastruktur

    Niedax plant sicheres Glasfasernetz entlang der Schiene

    Auf einem ehemaligen Industriegelände nahe der A3 im Kreis Neuwied nimmt gerade etwas Fahrt auf, was in Zeiten einer schwächelnden Wirtschaft als positives Signal einen Kontrapunkt setzt: Die Niedax Group aus Linz am Rhein hat dort in Neustadt-Rahms nicht nur einen neuen Standort erschlossen, an dem perspektivisch bis zu 500 neue Arbeitsplätze für die Region entstehen. Vielmehr hat Niedax auf seinem neuen Gelände einen Technologie-Campus samt Kunden-Erlebnis-Center namens „Synnoscape“ aufgebaut und jüngst eröffnet. Von hier aus will der weltweit agierende Hersteller von Kabelverlegesystemen Projekte für digitale Infrastrukturen entwickeln, testen und gemeinsam mit Partnern auf den Weg bringen, wie Bruno Reufels, CEO der Niedax Group, erklärt. Bei all dem spricht Reufels nicht von künftigen Projekten, von Vorhaben. Er wird insbesondere in Bezug auf ein Großprojekt schon sehr konkret: Niedax will nicht weniger erreichen, als die digitale Infrastruktur in Deutschland gegen Sabotage und Cyberangriffe abzusichern. Entlang von 33.000 Kilometern Bahnschienen – also entlang des gesamten Schienennetzes in Deutschland – will der Mittelständler im Familienbesitz mit weiteren Partnern ein sicheres Glasfasernetz samt Anschlusspunkten aufbauen: für ein rasantes und im Krisenfall so abgeschottetes Internet, für das Niedax nicht nur die Wirtschaft, sondern etwa auch den Staat als Kunden gewinnen möchte. Ein Grund, weshalb Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) jetzt bei der Eröffnung des Technologie-Campus in Neustadt-Rahms zu Gast war – ebenso wie etliche Vertreter aus der Wirtschaft und dem militärischen Bereich.

  • Vorschau auf das Jahr 2026

    Holzbachbrücke und Kreisel sind in Puderbach wichtig

    Bauvorhaben, Feierlichkeiten, Blumenschmuck: Das neue Jahr wird für die Ortsgemeinde Puderbach ereignisreich. Darüber berichtete Ortsbürgermeister Oliver Klein im Gespräch mit unserer Zeitung. „Infrastrukturell ist in jedem Fall die Sanierung der Holzbachbrücke ein Thema. Im November wurde eine Behelfsbrücke vom Technischen Hilfswerk errichtet, wir haben allerdings vom Landesbetrieb Mobilität noch keinen Termin für die nächsten Schritte erhalten“, sagt der Ortschef: „Wir rechnen aber im Februar oder März mit dem Abriss der alten Brücke und daran anschließend mit dem Bau den neuen.“

  • Regionalen Handel stärken

    Emmelshausen hat wieder einen Buchladen

    Ein eigener Buchladen – das war schon immer der Traum von Manuela Fregona aus Emmelshausen. Mit dem „Emmelser Buchlädchen“ hat sie sich diesen Traum nun erfüllt, zusammen mit ihrer Tochter Kim. Seit der Schließung des Fachgeschäfts Josef Wagner Büro und Buch Ende 2022 gibt es damit nach drei Jahren endlich wieder eine Buchhandlung in der Kleinstadt.

  • Straßenleuchten sparen Energie

    Umrüstung auf LED-Technik in Neuwied fast abgeschlossen

    In Neuwied ist mittlerweile fast die gesamte Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgerüstet. Das Projekt der Stadtwerke Neuwied (SWN) läuft seit fast 15 Jahren. Durch die Umrüstung steigt die Energieeffizienz – und das wiederum spart Millionen Euro ein. Das Ziel einer vollständigen Modernisierung ist fast erreicht. Bereits im Jahr 2013 begannen die SWN mit einem schrittweisen Austausch der Leuchten. Waren vor rund drei Jahren 90 Prozent der bestehenden konventionellen Leuchtmittel durch energieeffiziente LEDs ersetzt, sind es heute nahezu 100 Prozent der insgesamt 10.800 Leuchten, die die Straßen der Deichstadt erhellen.

  • Unterwegs durch die Region

    Lahntal: Schneegestöber im Selbstversuch 

    Wäre ich doch besser zu Fuß gegangen, dachte ich mir am Dienstagmittag, als ich meinen Scheibenwischern dabei zusah, wie sie mühsam die dicken Flocken von meiner Autoscheibe wischten. Wie aus dem Nichts schneite es heftig, die B260 überzog ein Teppich aus Matsch und Graupel. Die gegenüberliegende Lahnseite verschwand hinter einem weißen Vorhang. „Oje, das wird wieder knallen“, ging mir durch den Kopf, während ich das Tempo rausnahm und auf die Uhr guckte, ob ich es pünktlich zu meinem Termin in Bad Ems schaffen würde. Zu meiner Überraschung nahmen auch alle anderen mit mir auf der Straße das Tempo raus, offensichtlich beeindruckt von dem seltenen Wetterphänomen. In Bad Ems dann matschige Fußwege, Menschen, die trotz aller Eile Vorsicht walten ließen, um die nötigsten Wege ohne Sturz hinter sich zu bringen. Nein, Berliner Verhältnisse waren das noch nicht, wo wohl aufgrund fragwürdiger Streusalzpolitik die öffentlichen Wege zu Horrorholiday on Ice mutierten. In den hiesigen Tallagen überzog der plötzliche Schnee Straßen und Wege aber mit einem glitschigen Etwas, das auch den ein oder anderen Fußgänger zu ballettähnlichen Posen zwang, um aufrecht ans Ziel zu kommen. Sogar „die jungen Leut’“ stiegen vom Scooter.

  • Wissen: Migrationsbeirat kocht

    Integration kann so schmackhaft sein

    Nach den guten Erfahrungen mit Köstlichkeiten aus der türkischen Küche wiederholte der Migrationsbeirat der Stadt Wissen jüngst sein Kochangebot und stellte spanische Gerichte in den Mittelpunkt. Auf der Speisekarte standen Paella und galizische Empanada. Die organisatorischen Fäden hielt Manuel Viana Rodriguez in den Händen. Gekocht und gespeist wurde wieder in den Räumen der Stadtwerke. Weitere Unterstützer waren die Stadt Wissen und Rewe Theis. Mehr als 30 Teilnehmer beteiligten sich an der Zubereitung, ließen sich anschließend die Gerichte schmecken, lernten sich kennen und besprachen vielerlei Themen. Viana Rodriguez: „Der erneute Erfolg gibt der integrativen Idee recht, und so darf man sich schon auf Fortsetzungen freuen.“ Spontan erklärten sich weitere Hobbyköche bereit, afghanisch, albanisch, italienisch, syrisch und ukrainisch zu kochen. Offen für weitere Nationen und Kulturen lädt der Migrationsbeirat zu seiner nächsten Sitzung am 22. April, 18 Uhr, im Walzwerk ein.

  • Buntes Treiben an der Mosel

    Winningen feiert ein Wochenende lang Karneval

    Pünktlich um 19.11 Uhr marschierten die Aktiven des Winninger Carnevalvereins unter musikalischer Begleitung in die August-Horch-Halle ein. Denn hier fand die Große Prunksitzung statt. Das Sitzungspräsidenten-Duo Aaron und Bianca eröffnete die Sitzung und führte durchs Programm. Den Auftakt machte das Funkemariechen Sophia mit einem fantastischen Tanz, dicht gefolgt von der Minigarde, die das Publikum sofort in Feierlaune versetzte. Neben den Tanzdarbietungen brauchten auch mehrere Vorträge viele Lacher in den Saal. Stefan Otto erzählte, was es heißt, ein Pechvogel zu sein, und Martha und Bertha trafen sich in der Oper. Ein weiterer Höhepunkt war der traditionelle Möhnentanz, der ebenso wenig fehlen durfte wie der Möhnengesang im späteren Verlauf des Abends.

  • Angeklagter bestreitet Tat

    Amtsgericht Diez: Fotos trotz Kontaktverbot geschossen

    Nach dem Prozessauftakt Mitte Januar hat das Amtsgericht Diez nun die Verhandlung gegen einen mutmaßlichen Stalker fortgesetzt. Laut Anklage soll der 42-Jährige aus der Verbandsgemeinde Diez am 13. Mai 2025 das Firmengelände seiner früheren Chefin betreten und dort Fotos gemacht haben. Dies tat er, obwohl er nur wenige Tage zuvor vom Gericht in Koblenz den Beschluss eines Kontaktverbots zugestellt bekommen hatte. Weil er beim Fotografieren auf ihrem Grundstück beobachtet wurde, hatte seine frühere Chefin ihn angezeigt. Gegen den anschließenden Strafbefehl über eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen legte der Angeklagte Einspruch ein. Vor Gericht stritt er ab, der Fotograf gewesen zu sein. Außerdem wollte er beweisen, dass das Kontaktverbot zu Unrecht erlassen wurde. Nach den acht Zeugen am ersten Verhandlungstag hatte das Amtsgericht für den zweiten Verhandlungstag weitere vier Zeugen geladen. Weitere Erkenntnisse zur Sache konnten von diesen aber nur zwei beisteuern. Die beiden Nachbarn der Geschädigten, die bei ihr im Haus wohnen, bestätigten, dass ihnen der 42-Jährige im Spätherbst 2024 mit seinem Fahrrad aus der Einfahrt zu ihrem Haus entgegengeradelt sei. Nur knapp eine Woche danach habe die Geschädigte sie informiert, dass sie sich verfolgt fühle, und gefragt, ob sie einen fremden Mann im Umfeld der Wohnung beobachtet hätten. „Eigentlich ist unsere Nachbarin eine echt taffe Frau, aber damals hatte sie Angst, wirkte auf uns belastet. Sie schien richtig mitgenommen zu sein“, beschrieb der Zeuge seine damaligen Eindrücke.

Direktkandidat Wahlkreis 7

Familientradition: Frank Schöberl tritt für die FDP an

Eine „Familientradition“ wird „übertroffen“: Frank Michael Schöberl (60) kandidiert als FDP-Direktkandidat für den Wahlkreis 7 Diez-Nassau. Sein Vater, Franz, war für die FDP 20 Jahre lang ehrenamtlicher Beigeordneter im Rat der Verbandsgemeinde (VG) Diez und 10 Jahre lang im Stadtrat. Für den Landtag kandierte er jedoch nie. Frank Schöberl wiederum ist seit 2019 im Diezer Stadtrat und seit 2021 im VG-Rat aktiv, im Letzteren auch als Fraktionsvorsitzender. Außerdem gehört er dem Haupt- und Finanzausschuss der VG an. Bei einer Tasse Kaffee im Café Bemmerer spricht er nun über die Landtagskandidatur, seine politischen Ziele und seinen Werdegang. Seit 30 Jahren arbeitet der gebürtige Diezer und Diplom-Volkswirt für eine Baufirma in Montabaur, dort ist er Prokurist und kaufmännischer Niederlassungsleiter. Der Ruf in die Politik ereilte ihn relativ spät, als sich sein Vater aus der Kommunalpolitik zurückzog. Dann hieß es aber auch gleich „ganz oder gar nicht“ und es ging sofort in den Stadtrat. Eine „passive Mitgliedschaft“ stand nie zur Debatte. Als „Mann der Wirtschaft“ – sowohl vom Studium als auch von der Berufserfahrung her – stehen für den Landtagskandidaten Schöberl selbstredend wirtschaftliche Themen im Vordergrund. „Das wirtschaftliche Wachstum ist Voraussetzung für unseren Wohlstand, unsere sozialen Sicherungssysteme und für unser Bildungssystem.“ Künstliche Intelligenz (KI) sieht er einerseits als Schlüssel zur Innovation und mehr Wettbewerbsfähigkeit an. Andererseits sollte man KI auch mal hinterfragen und nicht „blind“ vertrauen, so die Mahnung.